Roaming-Gebühren EU-Pläne könnten teuer werden


Bis bis zum Sommer 2007 sollen Handygespräche in ausländischen Netzen nicht mehr kosten als im Heimatnetz - so will es die EU-Kommission. Diese Pläne könnten dem Verbraucher jedoch teuer zu stehen kommen.

Das von der EU geplante Verbot von Sondergebühren für Handy-Gespräche im Ausland (Roaming) wird nach Angaben der Telefonkonzerne Gespräche im Inland verteuern.

Tarifanhebung droht

Um die Verluste durch die geplante Regulierung wettzumachen, müssten die Betreiber ihre Preise für Handy-Tarife, die Roaming weiter erlauben, um mehr als sieben Prozent erhöhen, warnte der Industrieverband GSMA am Montag in Brüssel. Die EU-Pläne würden der Branche zufolge europaweit den Umsatz um 4,3 Milliarden Euro und den Gewinn um 2,3 Milliarden Euro schmälern, da sie Gespräche ins Ausland für bis zu 19 Prozent unter ihren Kosten anbieten müssten. Der Gewinn einiger Telefonfirmen könne deshalb um bis zu 20 Prozent einbrechen.

Die EU will dafür sorgen, dass bis zum Sommer 2007 Handygespräche in ausländischen Netzen nicht mehr kosten als im Heimatnetz. Die Branche, die auch durch das Telefonieren im Internet unter Druck gerät, will die EU-Pläne in einem letzten Versuch durch Preissenkungen verhindern. Die EU hält aber an ihrem Vorhaben fest - ungeachtet der jüngsten Tarif-Verbilligung der Deutschen Telekom und ihrer Konkurrenten wie der britischen Vodafone, der spanischen Telefonica und der skandinavischen Teliasonera.

Reuters Reuters

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker