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Galaxy Note 5 und S6 Edge+: Mit diesen Handys fordert Samsung Apple heraus

Samsung hat in New York das Galaxy S6 Edge+ und Galaxy Note 5 vorgestellt. Die neuen Smartphones sollen Apples neuen iPhones Paroli bieten. Doch die Neuerungen sind überschaubar.

Samsungs neue Spitzenmodelle: Das neue Galaxy Note 5 und Galaxy S6 Edge+

Samsungs neue Spitzenmodelle: Das neue Galaxy Note 5 und Galaxy S6 Edge+

Samsung legt nur wenige Monate nach dem Verkaufsstart seines Spitzen-Smartphones Galaxy S6 Edge mit einem verbesserten und größeren Modell nach. Das Galaxy S6 Edge+ soll in dem heiß umkämpften Markt vor allem mit mehr Funktionen für Video-Aufnahmen, einer besseren Audio-Wiedergabe und einer kürzeren Ladezeit punkten. Technisch hat sich nicht viel verändert: Es hat den gleichen Prozessor wie der kleine Bruder, die gleichen Kameras und die selbe Display-Auflösung. Damit ist die Pixeldichte des S6 Edge+ aufgrund des größeren Bildschirms geringer. Das Display ist wieder zu beiden Seiten hin abgerundet. Ein großer Pluspunkt: Das Mega-Handy hat vier Gigabyte Arbeitsspeicher, der Akku ist mit 3000 Milliamperestunden recht üppig, wenn auch nicht herausragend bestückt.


Zudem lassen sich am gebogenen Rand nun auch bis zu fünf häufig genutzte Apps ablegen. Das Gerät mit Googles aktuellem Android-System Lollipop (5.1) und einer Bildschirmdiagonale von stolzen 5,7 Zoll (das Vorgängermodell war mit 5,1 Zoll deutlich kleiner) soll in Deutschland am 4. September für 799 Euro in den Handel kommen.

Auch das Phablet Galaxy Note - eine Kreuzung aus Smartphone und Tablet mit Bedienung per Stift - hat der Konzern aufgepeppt und kündigte als Nachfolgemodell das Galaxy Note 5 an. Das Gerät, das die gleiche Bildschirmgröße wie das S6 Edge+ hat, wird aber vorerst nur in Nordamerika und in asiatischen Schlüsselmärkten in den Handel kommen - deutsche Fans des Stift-Handys schauen in die Röhre.

Sowohl das Galaxy Note 5 als auch das S6 Edge+ unterstützen das kabellose Aufladen (Wireless Charging). Dazu muss man das Gerät einfach auf eine Art Ladematte legen. Eine vollständige Ladung dauert etwa 120 Minuten, mit Kabel sind es 90 Minuten. Damit laden sie nochmal knapp eine Stunde schneller als die Vorgänger.

Samsung führt Samsung Pay ein

Das Smartphone-Bezahlsystem Samsung Pay wird in Europa zunächst in Großbritannien eingeführt. Einen Starttermin für Deutschland nannte das Unternehmen am Donnerstag nicht. Mit dem System tritt Samsung gegen Apples Bezahldienst Apple Pay für das iPhone an. Als Partner hatte sich der südkoreanische Konzern den Karten-Dienstleister Mastercard gesichert, der unter anderem für die sichere Datenübertragung sorgen soll.

Neben dem auch von Apple genutzten Funkstandard NFC für kontaktlose Datenübertragung wird zudem die Technologie der Firma LoopPay unterstützt. Samsung hatte sie Anfang des Jahres übernommen. Dabei werden die im Smartphone hinterlegten Daten von Kredit- oder Bankkarten aller Art drahtlos an die Kassensysteme der Händler übertragen.

Samsung in der Krise

Zuletzt war der Umsatz des Smartphone-Marktführers trotz des Starts seiner Spitzenmodelle um 7,3 Prozent aufrund 37 Milliarden Euro gesunken. Unter anderem Lieferprobleme beim Galaxy S6 Edge, das im April auf den Markt kam, drückten auf den Verkauf. Samsung hatte deutlich höhere Verkäufe bei der günstigeren Variante S6 als beim Edge-Modell erwartet und sich damit verschätzt. Der Gewinn fiel im Jahresvergleich um acht Prozent.

cf / DPA