Trend 4 Büro


Mit Smartphones kann man E-Mails empfangen, Texte schreiben und im Web surfen.

Geheimagent Maxwell Smart konnte mit seinem Schuh telefonieren. In den Sechzigern war das eine kluge Vision. "Smartphones" nennt man heute Handys mit Computer-Talenten, die kaum größer als ein Schuhabsatz sind. Selbst in Mittelklasse-Handys lassen sich Adressen, Termine und Aufgaben eintragen. Höhere Ansprüche an ein mobiles Sekretariat erfüllen erst Kombinationen aus einem Handy und einem Taschencomputer.

Man sieht, woher sie kommen

Ihre Herkunft von der einen oder anderen dieser Geräteklassen können die Multitalente nicht verleugnen: der wuchtige Nokia Communicator ist im Grunde ein angereichertes Handy, ergänzt um eine Mini-Buchstabentastatur und ein größeres Display. Der Treo 600 von PalmOne ist dagegen sofort als "Personal Digital Assistant" (PDA) mit eingebautem Handy und Antenne erkennbar.

Der für rund 800 Euro (ohne Vertrag) angebotene Treo 600 basiert auf dem Palm-System, der Urform der mit einem Stift bedienten Organizer. Durch die Kombination mit dem Handy ist der Abruf von E-Mails und Webseiten einfach. Darüber hinaus sind die smarten Phones natürlich auch für alle weiteren Kommunikationswege gerüstet, etwa für den Versand und Empfang von Bildnachrichten via MMS oder den Versand von SMS. Unzeitgemäß: Drahtlose Headsets mit Bluetooth-Funk versteht der Treo nicht.

Der Nokia Communicator lässt sich zunächst genauso bedienen, wie man es von einem Handy gewohnt ist. Klappt man das Gerät auf, kommt ein Mini-Taschencomputer fürs Internet-Surfen, für E-Mails und kleine Büroarbeiten zum Vorschein. Das lieferbare Modell 9210i ist etwas angegraut (750 Euro ohne Vertrag); gegen Ende des Jahres kommt der Nachfolger Communicator 9500.

Auch Microsoft mischt mit

Schon zu haben sind der "MDA II" von T-Mobile, der bauähnliche "xda II" von O2 und der Vodafone Personal Assistant zu Preisen um 400 Euro in Verbindung mit einem Mobilfunkvertrag. Das Trio gehört zum PDA-Typ Pocket PC von Microsoft, für die es umfangreiche Software gibt - zum Beispiel für die GPS-Navigation im Auto. Neben dem Pocket PC will Microsoft eine abgespeckte Variante kluger Handys etablieren: Motorola baut das erste Windows Mobile Smartphone. Trotz handlichen Klappformats kann das MPX200 (580 Euro ohne Vertrag) im Netz surfen oder E-Mails empfangen. Die Bedienung erfolgt über die Handy-Tastatur. Das ist kompliziert, weshalb die Hersteller versuchen, eine Buchstabentastatur unterzubringen: Die des "Voq Professional Phone" von Sierra Wireless (630 Euro ohne Vertrag) kommt nach dem Aufklappen der normalen Handy-Tastatur zum Vorschein; Hewlett-Packard soll bei seinem offenbar für dieses Jahr geplanten Pocket-PC-Telefon eine Anstecktastatur mitliefern.

Klar ist: Je mehr die smarten Handys können, desto wichtiger werden die Tasten.

Hannes Rügheimer print

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