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Abo statt Rewe-Gutschein Achtung: Dieser Whatsapp-Kettenbrief lockt in die Abzock-Falle

Whatsapp-Kettenbrief
Fast jeder nutzt Whatsapp. Doch das macht den Messenger zu einem beliebten Ziel für Spam. Die digitale Version des Kettenbriefs: mal einfach nur nervig, mal richtig bedrohlich.
Vor allem unerfahrene, junge Nutzer sind gefährdet. Drei Arten von unerwünschten Kettenbriefen finden sich besonders oft: Die „Kosten“-Masche. Der Inhalt ist erfunden, ähnliche Nachrichten geistern auch immer wieder bei Facebook herum. Nervig, aber harmlos. Die „Link“-Masche. Hier gibt es ganz unterschiedliche Geschichten, warum man auf den Link klicken soll. Das darf man natürlich auf keinen Fall tun. Denn dahinter können sich Viren, Trojaner und sonstiges digitales Ungeziefer verbergen. Gefährlich!
Die „Angst“-Masche. Eine gruselige Geschichte, ein Hilferuf und am Ende droht immer irgendwer zu sterben. Solche Nachrichten können vor allem jüngeren Nutzern richtig Angst machen. Und sind deshalb nicht zu unterschätzen. Was tun? Welchen Spam auch immer man bekommen hat: Am besten löscht man die Nachrichten sofort. Und weist auch den Absender darauf hin. Vor allem aber gilt: Auf keinen Fall weiterverbreiten.
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Vor einem aktuellen Kettenbrief bei Whatsapp und Facebook sollte man sich hüten. Er verspricht Ersparnisse, lockt aber nur in ein teures Abo.

Wenn es etwas umsonst gibt, werden viele Menschen unvorsichtig. Kein Wunder also, dass Abzockmaschen immer wieder mit vermeintlichen Schnäppchen oder Gratis-Angeboten locken. Ein aktueller Kettenbrief bei Whatsapp und Facebook verspricht einen Einkaufsgutschein bei Rewe. Doch statt Gratis-Shopping gibt es im schlimmsten Fall ein teures Abo.

Satte 250 Euro soll man von Rewe bekommen, verspricht die Nachricht laut "Mimikama". Der Absender ist in der Regel ein Bekannter. Klickt man auf den Link, landet man zunächst auf einer halbwegs seriös aussehenden Seite, die aber nicht von Rewe betrieben wird. Das Angebot dort klingt zu gut, um wahr zu sein: Für den Wert des Gutscheins soll man bei der Supermarkt-Kette gratis einkaufen dürfen - und muss dafür nur den Markt bewerten.

Ein Smartphone zeigt einen WhatsApp-Chat, in dem nur Emoticons hin und her versendet werden.

Abofalle statt Gutschein

Um loszulegen, soll man nur einige Fragen beantworten, etwa zur Anzahl der Personen im Haushalt. Dann kommt der Grund, aus dem sich die Nachricht so rasant verbreitet: Den Gutschein bekommt nur, wer die Nachricht an zehn Freunde weiterleitet, heißt des dort.

Was danach passiert, unterscheidet sich von Nutzer zu Nutzer, berichtet "Mimikama". Sobald man "Gutschein abholen" tippt, öffnet sich eine neue Seite. Einige Opfer werden auf halbseidene Dating-Seiten weitergeleitet, andere sollen eine Flirt-App aus dem App Store oder Google Play laden oder an Pseudo-Gewinnspielen teilnehmen. Am schlimmsten ist die Abofalle: Dort werden verschiedene Apps angeboten, sobald man eine antippt, hat man sofort ein Abo abgeschlossen - und gleich noch auf das Rücktrittsrecht verzichtet. Wie teuer die Abos genau ausfallen, ist nicht bekannt.

Whatsapp-Kettenbrief: So sollten Sie reagieren

Wer eine solche Nachricht erhält, sollte sie sofort löschen. Außerdem sollte man den Kontakt, von dem man die Nachricht stammt, über den Betrugsversuch informieren. Allgemein empfiehlt sich zum Schutz vor Abofallen die Einrichtung einer Drittanbietersperre über den Handy-Provider. Wer schon in die Falle getappt ist, findet auf dieser Hilfeseite der Verbraucherzentrale Tipps und Musterbriefe.

Warum Kettenbriefe im Allgemeinen gefährlicher sind, als man glaubt, und wie man sich am besten schützen kann, erfahren Sie in diesem Artikel

mma

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