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Fernsehtechnik: TV der Zukunft: Rasierseifenoper

Philips' Ideenschmiede "HomeLab" hat sein erstes Produkt ausgespuckt: Der "Mirror TV" ist Spiegel und Monitor in einem. Damit man sich schon beim Rasieren eine Seifenoper reinziehen kann.

Philips will mit einem neuartigen "Mirror TV" erstmals ein Produkt aus seinem Forschungslabor "HomeLab" in Eindhoven vermarkten. Dabei haben die Forscher des niederländischen Konzerns in einen normalen Spiegel eine Flüssigkristall-Anzeige zur Wiedergabe etwa von TV-Signalen oder Internet-Seiten integriert. Zunächst soll der Mirror TV als Fernsehbildschirm zum Beispiel in Hotels eingesetzt werden, teilte Philips mit. Denkbar seien aber auch zahlreiche andere Funktionen etwa zum Bezahlen von Rechnungen oder als Internet-Zugang, hieß es.

"Entscheidender Fortschritt"

"Der Mirror TV markiert einen entscheidenden Fortschritt für die Unterhaltungselektronik und für Philips", sagte Gottfried Dutiné, Chef der Konsumentenelektronik-Sparte des Unternehmens. Damit das Gerät das Licht gut reflektiert, wenn das TV-Modul des Spiegels ausgeschaltet ist, haben die Forscher die Flüssigkristall-Anzeige (LCD) mit einem speziellen Film beschichtet. Dadurch wird entweder für die TV-Funktion das gesamte Licht oder für die Spiegelfunktion gar kein Licht durchgelassen.

Der Mirror TV ist das erste kommerzielle Produkt aus dem Philips HomeLab. In dem Forschungszentrum entwickeln die Wissenschaftler des Unternehmens Produkte und Technologien der Zukunft, die nach umfangreichen Verbrauchertests zur industriellen Fertigungsreife gebracht werden sollen.

DPA
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