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Humanoide: Streich die Fiedel, Robbie!

Schöne neue Welt: Toyotas jüngster Roboter ist so fingerfertig, dass er auf einer Violine die fehlerfreie Version des Stücks "Pomp and Circumstance" von Edward Elgar spielen kann. Langfristig träumt der Konzern aber davon, Roboter in der Pflege von Menschen einzusetzen.

Star-Geigerin Anne-Sophie Mutter würde wohl nicht schlecht staunen, wenn sie den Humanoiden spielen sehen könnte. Der Roboter schafft es sogar, das Vibrato auf der Violine hinzubekommen. Insgesamt 17 Gelenke lassen den 1,50 Meter großen und 56 Kilogramm schweren Roboter auch sehr feinfühlige Bewegungen ausführen. Der Roboter sei so konzipiert, dass er auch Mitarbeitern im Pflegedienst zur Hand gehen und im Haushalt helfen kann, hieß es.

Entwicklung von Robotern beschleunigen

"Wir nutzen Industrieroboter seit den 80er Jahren, sie wurden mit der Zeit perfektioniert und können an mehreren Automodellen mitarbeiten oder unterschiedliche Aufgaben erledigen", sagte Toyota-Chef Katsuaki Watanabe. "Jetzt wollen wir die Entwicklung von gesellschaftlich nützlichen Robotern beschleunigen und dabei auf unsere Kenntnisse im Bereich der Automobile zurückgreifen."

Bereits vor drei Jahren überraschte Toyota mit seinem ersten menschenähnlichen Roboter, der Trompete spielen konnte. Auch die Konkurrenten Honda und Sony sind im Rennen um Humanoide schon lange dabei. Schließlich gilt Japan als großer potenzieller Markt für Roboter, da der Anteil der alten Menschen an der Bevölkerung rapide zunimmt. Mehr als 30.000 Japaner sollen über 100 Jahre alt sein.

ts/dpa / DPA
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