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Nachwuchsförderung: Papierflieger als Lockmittel

Sie sind nur wenige Gramm schwer, und geknickt und gefaltet zu Höchstleistungen fähig: Flugzeuge aus Papier. Jugendliche können mit eigenen Himmelsstürmern bei einem Wettbewerb starten und nebenbei noch etwas über Luftfahrttechnik lernen.

Von Andrea Gläser

Wer fliegt am weitesten? Wer hält sich am längsten in der Luft? Wer liefert die eindrucksvollste Performance ab? In diesen Kategorien müssen sich vom 3. bis 8. September Papierbögen beweisen - allerdings nicht in ihrem ursprünglichen Zustand, sondern geknickt und gefaltet, umfunktioniert zum Papierflieger. Jeder hat ein solches Flugobjekt in seiner Kindheit schon einmal mehr oder weniger erfolgreich gebaut. Und ob es einen taumelnden Sturzflug oder einen eleganten Ritt durch die Luft hinlegt, hängt größtenteils von den Fähigkeiten und der Kreativität des Bastelnden ab.

Der Wettbewerb unter dem Motto "Hamburg hebt ab - gemeinsam Fliegen lernen" soll Schülerinnen und Schüler der Hansestadt anlocken und ihr Interesse an der Welt und den Möglichkeiten des Flugzeugbaus und der Luftfahrttechnik wecken. Initiator der Aktion ist die Deutsche Gesellschaft für Luft- und Raumfahrt (DGLR) in Zusammenarbeit mit der Lufthansa Technical Training GmbH.

Reißen verboten

Die teilnehmenden Hobbykonstrukteure werden ihre selbst kreierten Papierflieger in den Schulen in zwei Versuchen steigen lassen. Mitmachen darf jeder, der einen Flieger aus Papier bauen kann und sich an das schriftlich festgehaltene technische Reglement hält: Beispielsweise ist Reißen, Kleben, Schneiden, Stapeln oder Ballast nicht erlaubt, und wer die Startlinie übertritt wird disqualifiziert.

Die rund 250 Sieger der Vorrunden kämpfen am 8. September in der Wartungshalle auf dem Gelände der Lufthansa Technik in Hamburg um die ersten Plätze. In diesem Rahmen haben die Jugendlichen zusätzlich die Möglichkeit, sich über Berufe in der Luftfahrttechnik zu informieren und können von Erfahrungen anderer profitieren, die bereits eine Lehre bei der DGLR machen. Auch ein Blick in die Ausbildungswerkstatt ist gestattet. Interessierte Schülerinnen und Schüler können sich unter www.hamburg-lernt-fliegen.de für den bevorstehenden Wettbewerb anmelden.

Multimediale "Follow Me Box"

Die Lufthansa Technical Training GmbH will die geballte Aufmerksamkeit gleichzeitig für die Vorstellung eines weiteren Projekts nutzen: dem Prototyp der "Follow Me Box". Wie der Papierfliegerwettbewerb hat sich dieses Schulprojekt zum Ziel gesetzt, Jugendliche der fünften bis 13. Klasse für das Thema "Fliegen" zu begeistern. Die Box enthält neben verschiedenen Flugtypen zum Selberbasteln auch fertige, funkgesteuerte Modelle. Das umfassende Paket besteht aus Büchern, DVDs und Flugsimulationsprogrammen. DVD-Player und Beamer werden gleich mitgeliefert. Zusätzlich bietet die Box die Nutzung multimedialer Möglichkeiten, wie eine Webcam oder Chats. Darüber können Schüler zu bestimmten Zeiten in die Lufthansawerft schauen und mit Ausbildungsmeistern sprechen.

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