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Schmuckstück als Leibwächter Dieser Ring soll bald Leben retten

Dieser Ring könnte von James Bonds Techniker Q stammen. Er ist aber kein Liebesbeweis, sondern Leibwächter. Sein Name ist Nimb.
 
Die Idee: Ein eingebauter Alarmknopf, versteckt an der Unterseite des Rings.
 
Der Russe Leo Bereschansky hat 2014 begonnen, den Ring zu entwickeln, nachdem seine Freundin Opfer einer Messerattacke wurde. Kein Einzelfall: Auch in der EU erfährt jede dritte Frau im Laufe ihres Lebens Gewalt.
 
Das junge Unternehmen trifft offenbar den Nerv vieler Leute. Auf der Plattform Kickstarter haben fast 2000 Menschen das russische Entwicklerteam um Bereschansky mit Spenden unterstützt. Im Juli haben sie knapp 240.000 Dollar zusammen bekommen – fast fünf mal mehr Geld als ursprünglich erhofft. Ende dieses Jahres soll es mit der Produktion losgehen. Ein Ring kostet 119 Dollar.
 
Das System ist simpel: Ist man in Gefahr, betätigt man drei Sekunden lang den Alarmknopf. Der Ring sendet ein Notfallsignal samt genauem Standort an ausgewählte Personen. Sogar die nächstgelegene Polizeistation soll man künftig alarmieren können, verspricht der Hersteller.
 
Dass immer mehr Alltagsgegenstände clevere Zusatzfunktionen verpasst bekommen, die per App gesteuert werden, ist ein Trend der vergangenen Jahre. Dieser Trend macht auch vor Schmuckstücken nicht halt: Ein Ring ist immer dabei und schnell zu betätigen sagt Bereschansky. Für ein Alarmsystem sei er daher der optimale Gegenstand und könne nicht nur von Frauen, sondern auch von älteren oder kranken Menschen genutzt werden. 
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Ringe können nicht nur nette Accessoires sein. Dank einer neuen Erfindung können sie in Zukunft mit nur einem Knopfdruck zum Lebensretter werden. Nimb heißt der Alarmring aus Russland, der nicht nur Liebesbeweis sondern auch Leibwächter sein kann.

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