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Kampf fürs Great Barrier Reef Greenpeace zerhäckselt Clownfisch

Zum verwechseln ähnlich sieht dieser Clownfisch dem Pixar-Filmstar Nemo. Friedlich zieht er seine Kreise im klaren Wasser, vorbei an idyllischen Korallen. Es könnte also alles ganz harmlos sein, doch: Nemo schwimmt in einem Mixer. Die Umweltschutzorganisation Greenpeace sorgt mit diesem 30-Sekunden-Clip im Netz für Furore. Aber worum geht es eigentlich? „Genau jetzt bedroht der Vorschlag, die bisher größte Kohlen-Mine zu bauen, das Great Barrier Reef“, sagt der Sprecher des Videos. Ein bereits bestehendes Bergwerk im australischen Bundesstaat Queensland soll auf mehr als 28.000 Hektar ausgebaut werde. Die Mine hätte dann fast die Größe der Insel Malta. Sollte das Projekt grünes Licht bekommen, seien die Folgen für das größte Korallenmeer der Welt dramatisch, so Greenpeace. Was im Video nur angedeutet wird, könnte für zahlreiche Tiere im Südpazifik demnach Realität werden: Der Tod.
Der Clip mit Nemo ist dabei nicht der erste Spot, mit dem Greenpeace Umweltzerstörung per viralem Hit anprangert. Erst vor kurzem sorgte die Organisation mit einem spielerischen Lego-Video für Aufmerksamkeit. Die Szenerie spielt in der Arktis, zeigt auch dort Idylle pur - und eine Ölförderstation der Firma Shell. Am Ende überflutet schwarzes Öl die gesamte Landschaft. Der Fingerzeig in Richtung Kinderzimmer ist beabsichtigt: Denn Greenpeace prangert die Zusammenarbeit von Lego mit dem Mineralölkonzern Shell an. Per Lizenz-Geschäft verkauft Lego Spielzeug mit der Muschel, dem Logo des Öl-Giganten. Shell wolle so sein Image aufpolieren, sagen die Umweltschützer. Über fünf Millionen Mal wurde der Spot auf YouTube bereits gesehen. Auch eine zwischenzeitliche Sperre aufgrund einer Klage konnte die Verbreitung des Spots nicht aufhalten.
Jetzt ist es also an Nemos Zwilling, den viralen Erfolg zu wiederholen.
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Erst eine Flutwelle aus Rohöl, jetzt ein Fisch im Mixer - wie die Umweltschutzorganisation Greenpeace mit animierten Videos für die Natur kämpft.
Katharina Blaß

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