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Aktion: Riesen-T-Shirts gegen aufreizende Mode

Mit ungewöhnlichen Maßnahmen geht eine Realschule gegen zu aufreizend gekleidete Schülerinnen vor. Alle Bauchnabel frei bekleideten Mädchen müssen ein übergroßes T-Shirt überziehen.

Mit ungewöhnlichen Maßnahmen geht eine Realschule in Schwabmünchen bei Augsburg gegen im Unterricht zu aufreizend gekleidete Schülerinnen vor. Direktor Hans Lippert veranlasste, dass alle Bauchnabel frei bekleideten Mädchen ein übergroßes bis zu den Knien reichendes rosa T-Shirt mit dem Aufdruck "Leonhard-Wagner-Realschule" überziehen müssen. In einem Interview der "Süddeutschen Zeitung" (16. März) sprach der Pädagoge von einem großen Erfolg der neuen Kleiderordnung.

"Unser spezielles Kleidungsstück kam erst einmal zum Einsatz", sagte der 58-jährige Schulleiter. "Es ist tatsächlich so, dass man praktisch kaum noch Bauch sieht zurzeit." Dies liege nicht an den frostigen Temperaturen der vergangenen Wochen. "Viele Mädchen liefen auch im Dezember noch mit freien Nieren herum. Das war ja schon gesundheitsgefährdend", berichtete der Direktor.

Er rechtfertigte die Aktion damit, dass vor allem bei den Jungen in der Klasse "die Konzentration gegen Null geht, wenn da ein halb nacktes Mädchen vor einem sitzt". Die Eltern hätten nahezu ausnahmslos die neue Regelung begrüßt, obwohl das T-Shirt am nächsten Tag wieder gewaschen mit in die Schule gebracht werden müsse, wenn es zum Einsatz komme.

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