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Kurztrip statt Bestatter: Frau packt toten Ehemann ins Auto - und fährt ihn tagelang durch die Gegend

Eigentlich wollte sie ihn nur zum Bestatter fahren, doch dann überlegte sie es sich anders - und cruiste mit der Leiche ihres Mannes ein paar Tage durch die Gegend.

Sarg Toter Ehemann Alaska

Der tote Ehemann lag im Sarg, seine Frau kutschierte in noch ein paar Tage durch die Gegend

Wenn man eine lange, glückliche Ehe führt, kann es sehr schwierig sein, von einem verstorbenen Partner Abschied zu nehmen. Eine US-Amerikanerin fand nun einen ganz eigenen Weg, ihrem Mann die letzte Ehre zu erweisen. Sie packte ihn ins Auto und machte mit seiner Leiche noch einmal eine Art Abschiedstour durch ihre Heimat Alaska.

Warum sie diese Entscheidung traf, wusste auch die Polizei nicht zu sagen. Die Beamten machten dem Trip ein Ende. Man habe eine Meldung über einen Toten in einem Metallsarg bekommen, erzählte der Polizei-Chef der Kleinstadt Ketchikan, Alan Bengaard, der regionalen Tageszeitung "Juneau Empire". Der 78-jährige Mann sei mehrere Tage vorher auf der nahe gelegenen Insel Prince of Wales eines natürlichen Todes gestorben.

Sarg mit Eis gekühlt

Seine Frau habe ihn eigentlich zum Bestatter fahren wollen und sich dann wohl spontan zu dem mehrtägigen Ausflug entschieden. "Meinem Verständnis nach sollte es um eine Art fahrende Totenwache oder Aufbahrung gehen", erklärte Bengaard. "Mir wurde gesagt, dass sie offensichtlich bei verschiedenen Konserven-Fabriken gehalten hat, um den Sarg dort mit frischem Eis zu füllen und die Leiche so zu kühlen."

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Griechenland ist die Heimat der antiken Tragödie - entsprechend posiert die junge Ehefrau.

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"Sowas kann man sich wirklich nicht ausdenken"

Verhaftet wurde die Witwe aber nicht. Nach Angaben der Polizei konnte kein Gesetzesverstoß festgestellt werden. Weiterfahren lassen wollten die Beamten sie aber auch wieder nicht. Der Leichnam wurde nach dem Polizeieinsatz in die örtliche Leichenkammer gebracht. Die Verwandten sollen mit den Verantwortlichen dort ein weiteres Vorgehen vereinbaren - und den Mann endlich angemessen bestatten lassen. Wie genau das geschehen soll, stand aber noch nicht fest.

Der Polizei-Chef scheint eine solche Situation indes noch nicht erlebt zu haben. "Sowas kann man sich wirklich nicht ausdenken", sagte er der Zeitung. "Ich hoffe inständig, dass die Leiche nicht noch eine weitere Reise durchmachen muss."

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mma
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