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J. Peirano: Der geheime Code der Liebe: "Frauen verlassen mich, weil ich zu wenig Geld verdiene"

Jonas ist 34, im ersten Lehrjahr und verdient wenig. Die Frauen stehen auf den attraktiven, sympathischen Mann –  bis sie erfahren, dass er ihnen finanziell nichts bieten kann. Wie kann Jonas den Frust bei der Partnersuche vermeiden?

Frauen laufen weg, weil er zu wenig verdient

Julia Peirano soll helfen: Frauen laufen weg, weil er zu wenig verdient.

Liebe Frau Peirano,

ich (männlich) bin 34 und habe gerade mit einer Tischlerlehre begonnen. Ich bin so spät dran, weil ich nach der Schule ein paar Jahre gejobbt und ein Studium abgebrochen habe. Ich suche seit zwei Jahren online und natürlich auch in meinem Umfeld nach einer Partnerin. 

Das Problem ist, dass die Damen zwar zuerst an mir interessiert sind (ich sehe gut aus und bin ein guter Gesprächspartner, habe Humor und bin unternehmungslustig). Sobald sie aber mal mein WG-Zimmer gesehen haben oder merken, dass ich die Rechnung im Restaurant nicht locker übernehmen kann, ziehen sie sich zurück. Natürlich bringen sie andere Gründe vor. Aber eine war ehrlich und hat mir ganz deutlich gesagt, dass sie demnächst Kinder haben möchte. Sie sucht nach einem Partner, der sie versorgen kann und ihr ein gutes Leben mit Haus, Urlaub etc. bieten kann. Ich sei da leider nicht der Richtige. Ich werde immer ernüchterter beim Dating und überlege mir ernsthaft, ob ich der jeweiligen Dame gleich am Anfang reinen Wein einschenken soll, dass ich wenig Geld habe. Dann kann ich mir diesen Frust ersparen. Ich habe nämlich keine Lust, noch einer Frau meine WG zu zeigen und mir darüber Gedanken zu machen, ob sie mich gerade knallhart abcheckt und aussortiert.

Viele Grüße, Jonas C.

Lieber Jonas C., 

ich kann mir vorstellen, dass es Sie verunsichert hat, aufgrund Ihrer finanziellen Möglichkeiten abgelehnt zu werden, und das gleich mehrmals. Leider ist Geld in Partnerschaften ein weitaus größeres Thema, als man in Zeiten der Liebesheirat annehmen könnte. Nur wird in unserer Kultur das Thema oft verleugnet, weil es heute verpönt ist, offensichtlich zu sehr aufs Geld zu achten.

Die gute Botschaft ist: Nicht alle Frauen sind gleich. Wichtig ist, dass Sie eine finden, die zu Ihnen passt.
Was für eine Vorstellung haben Sie von den Rahmenbedingungen einer Beziehung? Wünschen Sie sich zum Beispiel Kinder? In was für einer Umgebung möchten Sie wohnen? Wie wichtig ist Ihnen persönlich materielle Sicherheit und Geld? Schauen Sie sich doch auch noch einmal Ihren bisherigen Werdegang an: Anscheinend haben Sie es bisher nicht darauf angelegt, ein sicheres und gutes Einkommen zu haben – was war Ihnen und ist Ihnen persönlich wichtiger (z.B. freie Zeiteinteilung, Zeit für Ihre Interessen…).

Versuchen Sie doch, anhand dieser Fragen zu ergründen, was Sie für ein Mensch sind und nach welchen Werten Sie Ihr Leben führen wollen. Ihre Partnerin sollte gut zu Ihrem Lebensmodell passen - sonst sind Konflikte programmiert. Denn stellen Sie sich einmal vor, Sie wären mit einer Frau zusammen, deren Vorstellung es ist, von ihrem Mann versorgt zu werden und das "volle Programm" will - mit Heiraten, Hausbauen und Statussymbolen wie zwei Autos, Rassehund, Pferd, Skiurlaub... So, wie Sie sich beschreiben, ist das gar nicht Ihr Wunsch, und Sie würden die Frau, die sich all dies wünscht, permanent enttäuschen. Das klingt stressig.

Vielleicht denken Sie mal darüber nach, welche Frau auch in materieller Hinsicht gut zu Ihnen passen würde. Es könnte zum Beispiel eine freiheitsliebende Frau ohne Kinderwunsch sein, die sich finanziell selbst versorgt (und versorgen will!). Eine Frau, die weder Wert auf teure Kleidung noch kostspielige Restaurants legt, sondern Dinge mit Ihnen erleben will, die wenig Geld kosten, aber Freiheitsgefühle erzeugen (beispielsweise wild campen, durch die Natur streifen, ins Kino gehen). Schauen Sie doch in Ihrem Bekanntenkreis bewusst darauf, welche Frauen Ihnen in materieller Hinsicht ähnlich sind, mit wem Sie Interessen teilen und Spaß haben können.

Versuchen Sie, sich nicht selbst abzuwerten, indem Sie sich "aussortiert" oder ungenügend fühlen. Sagen Sie sich lieber, dass die Vorstellungen über ein so wichtiges Thema wie Geld für beide Seiten passen müssen, und eine materiell anspruchsvolle Frau passt eben nicht zu Ihnen.

Herzliche Grüße Julia Peirano

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.