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Weiblich, ledig, na und?: Der Playboy hat Recht: Frauen stehen auf jüngere Männer!

Eine aktuelle "Playboy"-Umfrage besagt: Der Trend geht zum jüngeren Mann. Stimmt! Sagt die Singlefrau. Allerdings aus einem ganz anderen Grund, als die Befragten angegeben haben.

Junge Männer stehen hoch im Kurs bei Frauen in den besten Jahren.

Junge Männer stehen hoch im Kurs bei Frauen in den besten Jahren.

Den "Playboy" liest man ja bekanntlich wegen der guten Interviews. Seit Neuestem auch wegen der Umfragen. Vor allem Frauen, ältere Frauen. Nun können sie ruhigen Gewissens ihren jüngeren Lover herzeigen. Denn: Mehr als jede zehnte deutsche Frau über 30 und mehr als jede sechste Frau über Mitte 40 wünscht sich als Sexpartner einen jüngeren Mann. Hört, hört.

Und die Singlefrau hat endlich einen Trend gefunden, den sie auch mal mitmachen möchte, beziehungsweise schon seit geraumer Zeit mitmacht. Allerdings aus völlig anderen Gründen als die befragten Damen. Geben die doch allen Ernstes an, dass sie auf Grund des Humors die Knaben daten! Nicht euer Ernst.

 Ich hatte Anfang des Jahres schon mal über die Vorzüge von Jungspunden als Abendbegleitung geschrieben. Was ich damals dachte, lest ihr hier

Und davon ist immer noch gültig:


Sie sind höflich und geben sich Mühe

Die gute Kinderstube ist noch nicht in Vergessenheit geraten. Sie hören zu, fragen nach, interessieren sich. Gleichgültigkeit und Verwechselbarkeit kommen später. Sie laden auf nen Drink ein, auch wenn sie wissen, dass sie es nicht müssten. Die alte Schule, ja, sie ist nicht ganz in Vergessenheit geraten.

Sie haben Lust auf Experimente

Egal in welchem Bereich. Nichts ist eingefahren, wenig Routine. Sie beharren nicht auf ihren Standard-Tagesablauf, sind flexibel. Sie waren noch nie im Kunstmuseum der Stadt? Ausprobieren! Waren noch nie japanisch essen? Machen wir! Die Stellung beim Sex kenn ich nicht. Wird aber höchste Zeit! Und wenn er dann restlos begeistert ist, dann sagt er es auch. Ohne Angst zu haben, dass er sein Gesicht verliert, weil er seine coole Maske ablegt.

 Sie sind ausdauernder

Unter 30, das wissen wir alle, war der Bauch flacher, die Kondition besser.

Ein Abend in der Kneipe hat uns nicht gleich für zwei Tage ausgeknockt. Er steckt eine durchzechte Nacht locker weg und serviert am nächsten Morgen Kaffee ans Bett als sei nichts gewesen. Man selbst hängt noch in den Seilen und hofft inständig, dass seine Verknalltheit ausreicht, um über tiefe Augenringe und verrutschte Frisuren, die den Blick auf die grauen Strähnen freigeben, hinwegzutäuschen. Ausdauer beweisen sie auch beim Sex: Abends übereinander herfallen, mitten in der Nacht aufwachen und dem Verlangen nachgeben und morgens Kuschelsex mit Überlänge. Während Sex für mich über Jahre hinweg eine mal kürzere, mal längere Strecke zu einem Orgasmus war, darf’s mittlerweile ein bisschen mehr sein. Und das können die jungen Jungs einfach besser.

Und wenn die befragten Damen ehrlich gewesen wären, wäre vermutlich auch "Sex" der einzig wahre Grund gewesen. Oder darf man das immer noch nicht sagen?

Seit dem ersten Post zum Thema sind ein paar Monate vergangen. Und ich möchte ergänzen:

Sie sind in der Regel Single

Dass sich gerade wieder der ein oder andere junge Mann für den einen oder anderen Abend in mein Leben begibt, liegt an meinem Experiment mit einer Dating-App. https://diesinglefrau.com/2016/08/06/das-passiert-wenn-du-dich-bei-c-date-anmeldest/ Grundsätzlich hatte ich angegeben, dass mich Männer zwischen 30 und 45 interessieren würden. Dass mich dann auch 26-Jährige und 56-Jährige anschrieben … Aber vor allem war schnell klar, dass die Jungs unter 35 auf der Suche nach Spaß, Sex und Unverbindlichkeit waren. Die Männer jenseits der 35 aus dem Alltag mit ihren Freundinnen und Frauen fliehen wollen, kurze oder langfristigere Affären suchen. Ich hatte mit einigen Älteren Kontakt und konnte es mir einfach nicht vorstellen, eine Zweitfrau zu werden. Oftmals schon von Anfang an die Geheimnistuerei "nur auf diese E-Mail-Adresse" oder "bitte nicht von Freitagabend bis Montagmorgen melden", da war der feine Herr nicht mehr auf Geschäftsreise. Nee, nee, das ist mir zu blöd in der zweiten Reihe. Die moralischen Bedenken hätte ich dem Mann überlassen.

Sie sind die neuen Männer

Jungs, die 1980 und später geboren wurden, sind nicht in dem Glauben aufgewachsen, dass sie den starken Maxe markieren müssen. Sie können in der Regel leichter damit umgehen, dass Frau selbstständig ist, sich gegen Kinder und Co entschieden hat und ihre Erfüllung im sozialen Umfeld, das sich nicht Familie nennt, und im Beruf suchen. (Wenn es nur eine Affäre sein soll, ist ihnen das sogar extrem recht.) Eine Einladung zum Essen (Frau zahlt) ist ihnen nicht unangenehm, sie erzählen ungeniert, dass sie Florentiner backen und gern Sushi essen und selbst im Bett müssen sie nicht dominant sein.

 Frau fühlt sich plötzlich wieder jung

Wenn er mir Samstagmorgen schreibt: "Hast du Lust heute Abend mal zu mir zu kommen? Ich habe sturmfreie Bude", dann kann ich gar nicht anders als "sweet" zu denken. Denn mein WG-Leben endete vor 15 Jahren. Es ist dann als Ritterschlag zu verstehen, wenn man ihn besuchen darf, obwohl seine Mitbewohner da sind. Bevor man sein Zimmer in Richtung Bad verlässt, muss man sich komplett wieder anziehen, der Gin im Kühlschrank gehört nicht ihm ("Meiner steht im Zimmer") und man tapst dann morgens über den Flur ins Bad, alle schlafen noch, weil du die einzige bist, die um 8 Uhr im Büro sitzen muss. Schön war es, Student zu sein …

Das alles gilt vorerst nur für kurzzeitigen Spaß auf beiden Seiten, wie es ist in der Konstellation in einer festeren Beziehung zu leben, kann ich nicht sagen, habe ich schlichtweg nicht ausprobiert. 

Und was mir ebenso ab und an ein Rätsel ist: Was finden eigentlich junge Männern an älteren Frauen? Also, jenseits der Einladung zum Abendessen.


Der Singlefrau kann man auf Twitter  und auf Facebook folgen. Alle Texte der Singlefrau gibt es unter www.diesinglefrau.com

Weitere Kolumnen der Singlefrau findet ihr hier: http://www.stern.de/familie/beziehung/weiblich-ledig-na-und/

Das Buch: Singlefrau, "Mein Bett ist halbvoll", 288 Seiten, Knaur Taschenbuch, 12,99 Euro, hier bestellbar

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.