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Die Geschichte eines Hochzeits-Pakts: Wenn wir mit 30 noch Single sind, heiraten wir einfach einander

Was ist dran an den unter Freunden geschlossenen Hochzeits-Schwüren? Diese Frage stellte sich ein Reddit-User und ging auf die Suche nach Menschen, die einen solchen Pakt ernst genommen haben. Es wurde sehr romantisch – und tragisch.

Verliebtes Hochzeitspaar

Wird manchmal die Notlösung zur großen Liebe?

Meist werden diese Vereinbarungen im nicht ganz nüchternen Zustand getroffen, unter Freunden, die gerade keine Beziehung haben und sich nicht sicher sind, ob sie jemals wieder eine führen werden. Sie sind eine Art Versicherung und natürlich im Großteil der Fälle nicht ernst gemeint. Es geht um sogenannte Hochzeits-Pakte, deren Text meist ähnlich lautet: "Wenn wir mit 30, 35, 40 (das einzusetzende Alter hängt stark vom tatsächlichen Alter der Teilnehmer ab. Mit 18 Jahren erscheint der 30. Geburtstag schließlich sehr weit entfernt) noch nicht verheiratet sind, dann heiraten wir einander."

 Auf der Plattform Reddit hat ein User die Frage aufgeworfen, ob jemand so einen Pakt wirklich umgesetzt hat. Es meldeten sich viele Menschen, die zwar einem Freund die spätere Hochzeit versprochen und ihn dann doch nicht geheiratet haben. Und einige, die inzwischen tatsächlich mit ihren damaligen Freunden verheiratet sind. Oft scheinen solche Schwüre ein guter Startpunkt zu sein, damit aus Freunden mehr werden kann. Doch eine Geschichte erschütterte die User besonders, diese bekam bereits in den USA viel Aufmerksamkeit. Der Verfasser hat den Original-Post inzwischen gelöscht, wir verzichten daher auf die Nennung seines Namens. 

"Wir haben uns im College kennen gelernt und waren die besten Freunde. Ich war 20, sie war 18", beginnt der Unbekannte seine Geschichte. Obwohl sie auch kurze Zeit ein Paar waren, wollte keiner der beiden zu dem Zeitpunkt eine feste Beziehung. "Wir trafen uns immer wieder mit anderen Menschen, aber wir waren uns einig, dass es zwischen uns nur eine 'Ganz oder gar nicht'-Geschichte sein könnte. Und die wollten wir da noch nicht." 

Schlechtes Timing

Das änderte sich erst, als in ihrem Leben etwas Einschneidendes passierte. Ihre kleine Schwester wurde bei einem Autounfall getötet. Die Freundin des Verfassers zog daraufhin zu ihrem Vater, um sich um ihn zu kümmern und zog sich komplett von ihren Freunden zurück. Als sie die Freundschaft zu unserem Erzähler wieder aufnahm, war sie zu einer Liebesbeziehung noch nicht bereit. Stattdessen gingen die beiden einen klassischen Hochzeitsschwur ein: Wenn sie 30 werde und beide immer noch Single seien, würden sie heiraten.

Über mehrere Jahre trennte sich ihr Weg, aber sie blieben immer lose in Kontakt. "Als ich 30 wurde, brachte ich vordergründig aus Spaß unseren Hochzeits-Pakt wieder auf den Tisch. Ich sagte ihr, dass ich mich nie in eine andere verliebt hatte. (Was ich ihr nicht sagte, war, dass ich mich auch gar nicht in eine andere hätte verlieben können, weil ich jede Frau mit ihr verglich und in meiner Fantasie war sie einfach perfekt.) Sie antwortete mir, dass sie unsere Vereinbarung immer noch sehr ernst nehme und sich bisher auch nicht verliebt habe."

Endlich ein Happy-End?

Ein Jahr später war es soweit, die beiden trafen sich endlich wieder und wurden endlich ein Paar. Er zog zu ihr nach Kalifornien und machte ihr sechs Monate später einen Antrag. Sie aber wollte sich an die einmal getroffene Vereinbarung halten und bat ihn, noch ein paar Monate bis zu ihrem 30. Geburtstag zu warten. "Ich fand das albern, aber zu diesem Zeitpunkt lief alles so gut, dass ein paar Monate mehr oder weniger auch egal schienen." Doch sie waren nicht egal. Kurze Zeit später wurde sie bei einem Autounfall tödlich verletzt. Ihre gemeinsame Zeit, auf die sie beide so lange gewartet hatten, war viel zu schnell vorbei.

Ein Post, der zu Tränen rührt. Ob die Geschichte wirklich genau so passiert ist? Das weiß nur der Verfasser. Doch sie hat auf jeden Fall das Zeug zum Hollywoodfilm.

vim
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Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.