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BOCHUM: Kunst kennt keine Grenzen

Bochumer [no-budget-arts] verschmelzen künstlerische Stilformen zu eigener Kunst

Bochumer [no-budget-arts] verschmelzen künstlerische Stilformen zu eigener Kunst

Kunst ist die Kunst, neue Wege zu beschreiten und eigenes zu erschaffen - so zumindest lautet die Devise der [no-budget-arts]. Die Bochumer Künstlergruppe, deren Mitglieder mehrheitlich Studenten an der Ruhr-Universität sind, hat sich zum Ziel gesetzt, die Barrieren zwischen verschiedenen Stilformen zu überwinden. Im Vordergrund ihres Schaffens steht die alternative Vermittlung von Kunst durch innovative Darstellungen und Visionen.

Größere Aufmerksamkeit erregte die Gruppe erstmals im Juli 2001. Mit ihrem außergewöhnlichen »Bundespresseball« lockten die [no-budget-arts] in zehn Tagen mehr als 5.000 Besucher in das ehemalige Bochumer Kaufhaus Brinkmann. Die einzigartige Verschmelzung von Literatur, Film, Musik, Theater, Foto und Video zu einem in sich geschlossenen Bühnenstück hinterließ beim Publikum einen ungewohnten, aber enorm positiven Eindruck.

Talentbündelung in künstlerischer und geschäftlicher Freiheit

Künstlerische Freiheit ist bei den [no-budget-arts] Programm. Diese entsteht schon alleine dadurch, dass sich die Gruppe aus Mitgliedern verschiedenster künstlerischer Hintergründe und Vorstellungen zusammensetzt. So arbeiten Musiker, Schauspieler, Fotografen oder PR-Experten Hand in Hand. »Auf diese Weise profitieren und Lernen die einzelnen Mitglieder natürlich von den Fähigkeiten der jeweils anderen und die Talente können sinnvoll gebündelt werden«, weiß Geschäftsführer Daniel Nipshagen zu berichten, der im zivilen Leben übrigens Germanistik an der Ruhr-Universität studiert. Er fungiert zudem als Drehbuchautor und Regisseur und schreibt nebenbei Romane und Kurzgeschichten.

Neben Nipshagen betätigen sich auch andere Mitglieder der Gruppe als Solokünstler. Denn obwohl bei den [no-budget-arts] die künstlerische Darbietung im Vordergrund steht, regelt man die geschäftlichen Belange als Verlag, Label, Agentur und Veranstalter höchst selbst. Dadurch können Romane, Hörspiele oder Filme in Form von Büchern, CDs oder Videos in Eigenregie veröffentlicht werden, ohne vorher einen Verleger suchen zu müssen. Die [no-budget-arts] erhalten sich auf diese Weise grenzenlose künstlerische Freiheit und können das Endprodukt zu einem niedrigeren Handelspreis anbieten, um eine möglichst breite Käufergruppe zu erreichen.

Geldmangel zwingt zur innovativen Arbeit

Momentan arbeiten die [no-budget-arts] an dem »Bundespresseball«-Nachfolgeprojekt »Santa Fu«. Zudem haben einige Mitglieder die Mixtur aus Kurzgeschichte und Dialog mit dem Namen »Besuchszeit« verfasst, die in den nächsten Wochen mit Musikuntermalung erstmals einem breiteren Publikum vorgestellt wird.

Und die Planungen für den nächsten virtuellen Literaturwettbewerb, den die Künstlergruppe halbjährlich etabliert hat, laufen bereits auf Hochtouren. Dass sich das geringe Budget der [no-budget-arts] nicht auf ihre Darbietungen auswirkt, erklärt sich für Nipshagen von selbst: »Geldmangel zwingt zu guter Arbeit.« Und die eigenartige Schreibweise des Namens habe lediglich etwas mit der Corporate Identity zu tun. (sh)

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