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"Bitte helft dem Wirbel!": Ein Kind musste sich von seinem Meerschweinchen trennen, sein Hilferuf rührt zu Tränen

Ein Kind hat sein Meerschweinchen in einem Pappkarton mit Heu und Futter, etwas Geld und einem Hilferuf ausgesetzt. Ein Passant brachte es auf einen Gnadenhof, der die Nachricht des Kindes veröffentlichte. Dann gab es Wirbel um Wirbel.

In der südhessischen Kleinstadt Weiterstadt wurde am 15. November ein Meerschweinchen gefunden, das in einem Pappkarton neben einem Altkleidercontainer stand. Auf reichlich Heu gebettet und mit einem Napf voller frischem Gemüse. Im Heu versteckt befand sich eine Schachtel mit Geld, Zloty im Wert von rund sieben Euro, und einer Nachricht. Genauer gesagt einem Hilferuf, der gerade viele Menschen rührt – und sie gleichzeitig wütend macht. "Mein Papa will es nicht haben. Bitte helft dem Wirbel! Geld ist dabei", steht auf dem karierten Zettelstückchen in Kinderschrift geschrieben. Ein Passant fand den Pappkarton und brachte ihn auf den Gnadenhof Kellerranch in Weiterstadt, wo Karl-Heinz Keller und seine Frau sich mit ihrem Tierhilfeverein genau um solche Fälle kümmern.

"Als meine Frau diesen Brief gelesen hat, sind ihr erstmal die Tränen gelaufen", erzählt Keller in einem Video bei "Hessenschau.de". "Egal wie lang wir das schon machen, so bestimmte Sachen gehen einem doch schon an die Nerven." Seine Frau wendet sich am Tag darauf auf der Facebook-Seite des Gnadenhofs mit einem offenen Brief an den Vater des unbekannten Kindes. Sie musste sich ihre Wut und Traurigkeit offenbar von der Seele schreiben.

An den feigen Papa eines großherzigen Kindes Ihr Kind musste gestern sein Meerschweinchen weg geben. Sie wollten es...

Gepostet von Gnadenhof Kellerranch am Freitag, 16. November 2018

Dass ein Vater seinem Kind das Haustier verbietet, dass er dann nicht einmal dafür sorgt, dass das Meerschweinchen wenigstens in einem Tierheim landet, macht Jutta Keller wütend. Und wie rührend das Kind sein Tier versorgt hat, mit einem Bett aus Heu, Nahrung, Geld und dem Briefchen, rührt der Tierliebhaberin das Herz. Sie schreibt daher beide an, zunächst "An den feigen Papa eines großherzigen Kindes" und anschließend an "Liebes, unbekanntes Kind". Keller versichert, sich gut um Wirbel zu kümmern und für ihn ein neues Zuhause zu finden.

Mit ihrem Beitrag findet Jutta Keller riesige Resonanz, knapp 47.000 Menschen haben ihn geteilt, rund 9000 haben einen Kommentar hinterlassen. Die Emotionen kochen ähnlich hoch wie bei Jutta Keller selbst. Manche erinnern sich an eigene traumatische Erlebnisse in ihrer Kindheit, wo auch sie sich von einem Haustier trennen mussten. Einen Tag darauf kann der Gnadenhof bereits gute Nachrichten verkünden: Es gab reichlich Angebote für ein neues Zuhause für Wirbel.

♫♫ Guten Morgen, liebe Sorgen, seid ihr auch schon alle da? Habt ihr auch so gut geschlafen, na dann ist ja alles klar....

Gepostet von Gnadenhof Kellerranch am Samstag, 17. November 2018

Quellen: "Hessenschau.de" / Facebook

Ein Nacktmeerschweinchen in einem blauen Strickpullover
bal

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