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Viraler Facebook-Post: Vater von Kind mit Behinderung fährt zum Freibad – und erhält dreiste Botschaft

Weil eine Frau offensichtlich sehr verärgert darüber war, dass ein Familienvater den Behindertenparkplatz genutzt hat, klemmte sie eine freche Notiz an die Windschutzscheibe des Autos. Doch die Frau lag mit ihrem Vorwurf weit daneben.

Hinter dem Scheibenwischer eines Autos klemmt eine Notiz

Die dreiste Notiz einer Frau hat den Vater eines Sohnes mit Behinderung so wütend gemacht, dass er den Vorfall auf Facebook publik machte (Symbolbild)

Getty Images

Eigentlich wollte der Neuseeländer Paul Francis einen ganz gewöhnlichen Familienausflug ins Schwimmbad machen. Gemeinsam mit seinen drei Kindern fuhr er zum Schwimmen in das öffentliche Freibad von Rangiora (rund 30 Kilometer von Christchurch entfernt). Doch der Tag endete für ihn und seinen neunjährigen Sohn Jack mit einer großen Enttäuschung und einer Prise Wut. Grund war eine unter dem Scheibenwischer klemmende Notiz, die die Familie nach dem Schwimmen fand. Auf dem Zettel stand mit Kugelschreiber geschrieben: "Sie mögen einen Behindertenausweis zum Parken haben. Aber das sie ihn heute genutzt haben, war nicht gerechtfertigt. Schämen sie sich." Doch die Frau lag mit ihrer Anschuldigung gehörig daneben.

 

Nicht jede Behinderung ist auf den ersten Blick erkennbar

Paul Francis hat nämlich einen Sohn, der mit Zerebralparese, einer Bewegungsstörung, die durch frühkindliche Hirnschädigung verursacht wird, lebt. Die Behinderung ist je nach Ausprägung beispielsweise durch Spastiken zu erkennen. Einige Betroffene sind auf einen Rollstuhl angewiesen. Doch manchmal fällt die Störung auf den ersten Blick auch gar nicht auf. So war es wohl auch an dem besagten Tag, als Familie Francis zum Schwimmen fuhr. Vater Paul, der wegen seines Sohnes einen Behindertenausweis mit Sondergenehmigung für Parkplätze für Menschen mit Behinderung hat, parkte das Auto auf einem ausgewiesenen Behindertenparkplatz. Eine Frau, so berichtet er es der britischen "Sun", beobachtete ihn dabei. Vermutlich war sie es auch, die anschließend die dreiste Botschaft unter seinen Scheibenwischer klemmte.

"Schämen Sie sich"

Weil sich sowohl Vater Paul als auch Sohn Jack sehr über die Notiz ärgerten, hat der Familienvater die Geschichte und die Notiz nun auf Facebook verbreitet. Seinen emotionalen Facebook-Post beginnt er mit einer Auflistung von Fehlern, die die Frau seiner Meinung nach gemacht hat. "1. Sie haben angenommen, dass der Fahrer keine Behinderung hat. 2. Weil Sie keinen Rollstuhl gesehen haben, dachten Sie, Sie haben das Recht Vorwürfe zu machen. 3. Nicht alle Behinderungen sind auf den ersten Blick erkennbar. 4. Wahrscheinlich haben Sie angenommen, dass ich den Parkplatz für Menschen mit Behinderung genommen habe, weil ich mit drei Kindern unterwegs war." Anschließend macht er seiner Wut und Enttäuschung Luft. 

In der Hoffnung, dass die Verfasserin der Notiz, seinen Text liest und sich bei ihm meldet, bittet er seine Freunde den Beitrag zu teilen. Sollte sich die Frau bei ihm melden, wolle er sie dann über die Krankheit seines Sohnes aufklären. Mit dem Zettel hätte sie seinen Sohn, der es ohnehin schon nicht einfach hat, traurig und sich selbst lächerlich gemacht. Mit denselben Worten, mit denen die Frau ihre Botschaft beendet hatte, schließt auch er seinen Text: "Schämen sie sich." Der emotionale Post wurde mittlerweile mehr als 900 Mal geteilt.

In der Aktion Mensch Kampagne treffen Kinder auf Menschen mit Behinderung
hh

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