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Ehemann aus Pappe Ihr Mann verstarb – sie baute ihn nach und reist mit ihm um die Welt


Paul Bourke verstarb mit 60 Jahren an Hautkrebs. Seine Ehefrau Michelle hielt das trotzdem nicht davon ab, mit ihm auf Weltreise zu gehen – sie baute ihn aus Pappe nach. 

Sie hatten noch so viel vor, aber der Krebs kam ihnen dazwischen. Die Australierin Michelle Bourke wollte mit ihrem Ehemann Paul die ganze Welt sehen, ferne Länder erkunden, Urlaub machen. Dann bekam Paul die Diagnose Hautkrebs. 

2016 verstarb er im Alter von 60 Jahren. Den Traum, zusammen zu verreisen, wollte seine Ehefrau trotzdem nicht aufgeben. Die 58-Jährige fasste einen ungewöhnlichen Entschluss: Sie würde Pauls Foto in Lebensgröße ausdrucken, auf Pappe kleben und mit sich nehmen, wohin sie auch ging. Das hatte sie ihrem Ehemann laut der britischen Tageszeitung "The Sun" noch am Sterbebett versprochen. 

"Als ich ihn das erste Mal mit auf Reisen nahm, habe ich geweint", sagt Michelle der Zeitung. Das war ein Jahr nach dem Tod ihres Mannes. Der erste Trip ging nach New Jersey. Michelle nahm Papp-Paul mit auf ein Paul-McCartney-Konzert. Es war der Beginn einer insgesamt neunwöchigen Reise durch die USA und Europa. Und dabei sollte es nicht bleiben.

Bald muss sie ihren Ehemann aus Pappe erneut ersetzen 

Michelle verreist nun schon seit zwei Jahren mit ihrem verstorbenen Ehemann aus Pappe. Sogar ein Buch hat sie darüber geschrieben: "#TravellingWithCardboardPaul", also "Reisen mit dem Papp-Paul". Ein erstes Buch "Conversations with Paul", also "Unterhaltungen mit Paul", hatte sie bereits zuvor veröffentlicht. Es handelt von den letzten Gesprächen, die Michelle mit ihrem sterbenden Ehemann geführt hat. 

In britischen Medien ist sie mittlerweile eine kleine Berühmtheit. Nur die Pappfigur litt unter den ganzen Ausflügen so sehr, dass Michelle ihren Paul nun bald erneut ersetzen muss. Denn für eine Pappfigur gibt es auf Reisen ungeahnte Schwierigkeiten. Salzwasser und Sonne macht der Pappe zu schaffen. In Irland habe sie Paul bei der Besichtigung von Stonehenge außerdem davor retten müssen, fortzufliegen, erzählte Michelle dem britischen "Independent". 

Aufhalten lässt sich Michelle von solchen Kleinigkeiten aber nicht. Im August plant sie, nach Paris und Edinburgh zu reisen – mit einem neu ausgedruckten Paul.

Quellen: "Independent", "The Sun", Facebook/ Conversations with Paul 

ame

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