Produktsicherheit China verhängt Exportverbote


Bleifarbe in Spielzeugen, Frostschutzmittel in Zahnpasta: Immer wieder wurden chinesische Waren zurückgerufen. Nun will China für mehr Produktsicherheit sorgen und hat gleich selbst ein Exportverbot verhängt - gegen 700 Firmen .

Nach mehreren umfangreichen Rückrufaktionen hat China über 700 Spielzeugherstellern wegen Qualitätsmängel die Exporterlaubnis entzogen. Wie die staatliche Zeitung "China Daily" berichtete, mussten die Firmen in der südlichen Provinz Guangdong die Lizenzen bereits vergangenen Monat abgeben.

Die Behörden für Qualitätssicherung hätten insgesamt 1726 exportierende Spielzeugfabriken besucht, dies entspräche fast 85 Prozent aller Hersteller in der Provinz. Als Konsequenz sei 764 Firmen die Erlaubnis - teils dauerhaft, teils vorübergehend - entzogen worden.

Weitere 690 Hersteller seien aufgefordert worden, ihre Anlagen zu sanieren und die Qualität ihrer Produkte über einen bestimmten Zeitraum zu verbessern. Unter Berufung auf die Behörden hieß es jedoch, über 99 Prozent der aus der Provinz stammenden Exportprodukte entsprächen dem Standard.

In den vergangenen Monaten wurden meist wegen erhöhter Bleiwerte weltweit mehr als 20 Millionen in China hergestellte Spielzeuge zurückgerufen. Zudem gab es mehrere Skandale um Produkte wie etwa Zahnpasta und Tiernahrung.

Erst vor einem Tag hat der Spielzeughändler Toys 'R' Us nach Angaben der US-Regierung 16.000 Spielzeuge aus China wegen erhöhter Bleiwerte zurückgerufen. Es handle sich um Produkte der Marke Elite Operations, die von Juli bis Oktober 2007 in den USA und auf der Internetseite des Konzerns verkauft worden seien, teilte die US-Kommission für Produktsicherheit mit.

Ende August musste Toys 'R' Us 27.000 Malkästen zurücknehmen, die bleibelastet waren. Auch der Spielzeughersteller Mattel sorgte mit mehreren Rückrufaktionen für Schlagzeilen.

AP/Reuters AP Reuters

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