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stern-Reportage

Seine-Saint-Denis: Département 93: Das Leben in den Betonburgen vor Paris

Ausgrenzung. Radikalisierung. Arbeitslosigkeit. Die riesigen Betonviertel im Norden von Paris stehen da wie ein Symbol für all die Probleme Frankreichs. Wie erleben die Bewohner ihr "Neuf-Trois"?

Misere dutzendfach gestapelt: Clichy-sous-Bois in der Banlieue von Paris

Misere dutzendfach gestapelt: Clichy-sous-Bois in der Banlieue von Paris

Abends treffen sie sich bei dem löchrigen Flachbau, da, wo die Parkplätze sind. "Le Pacifique Hammam" steht noch auf dem Schild, das an der Fassade herunterhängt, aber einen Hamam gibt es hier schon lange nicht mehr, und der Pazifik ist so weit weg wie der Mars. Youssef* hat ein Auto, gut zum Rumsitzen und Rauchen; Drogen gibt es auch, aber nur Gras. Youssef sitzt auf dem Fahrersitz, seine beiden Freunde dahinter, sie haben die Kapuze ihrer schwarzen Daunenjacken weit über die Stirn gezogen und die Arme verschränkt, sie blicken auf ihre Handys. "Gut hier", hat Youssef vor zehn Minuten mal gesagt. Seitdem ist es still. Wir stören. Arnau drückt auf den Auslöser seiner Kamera, und es klickt viel zu laut.

Seine-Saint-Denis, Banlieue im Norden von Paris. Neuf-Trois, sagen sie hier, oder Quatre-vingt-treize, "93" , denn das ist die Nummer des Départements. In Frankreich ist "93" aber auch ein Synonym – für Gangs, Drogen und Ghetto. Für verrottende Hochhäuser, in denen die Kinder der Einwandererfamilien wohnen, die Araber, die Schwarzen und all jene, die das Elend der Welt nach Frankreich gespült hat. Seit den Anschlägen im vergangenen Jahr steht "93" aber auch für Terror. Das Stade de France, vor dem sich im November 2015 drei Attentäter in die Luft gesprengt hatten, liegt hier. Mehrere der Islamisten hatten Verbindungen in das Viertel; Abdelhamid Abaaoud, der mutmaßliche Kommandeur der Anschläge, wurde in seinem Versteck in Saint- Denis getötet. Die Banlieues sind Projektionsflächen, hier scheinen sich alle Probleme Frankreichs zu bündeln. Und wenn ein Attentat passiert, wie im Juli in Nizza, wie kurz darauf in einer Kirche in Nordfrankreich, schauen wieder alle auf die Viertel mit den hohen Häusern, in denen jene aufwachsen, auf die das vermeintlich gängige Täterprofil passt: männlich, jung, arabische Wurzeln.

Journalisten waren bei Jungs wie Youssef schon vor dem IS-Terror nicht beliebt und sind es jetzt noch weniger. "Die kommen nur, wenn Autos brennen oder rumgeballert wird" , sagt er. "Und sie erzählen nur das, was sie sich vorher überlegt haben." Mit uns spricht Youssef, weil wir Ausländer sind. Keine Franzosen, oder, noch schlimmer, Pariser.

"Cités" als Brennpunkte

Arnau Bach ist aus Barcelona und fotografiert seit zehn Jahren in der Pariser Banlieue, als er das erste Mal seine Kamera rausholte, wurde er zusammengeschlagen. "Normal", sagt Youssef. "Wer hier nicht wohnt, ist ein Fremder." Inzwischen haben Youssef und die anderen sich an Arnau gewöhnt, es hat sich herumgesprochen, dass es diesen Spanier gibt, der Fotos macht. Aber misstrauisch sind sie immer noch, sie reden nicht viel, und die meisten von ihnen wollen nicht, dass wir ihren Namen veröffentlichen.

Wenn über die sozialen Brennpunkte der Banlieues gesprochen wird, sind vor allem die "Cités" gemeint, die gigantischen Betonsiedlungen, die seit den 50er Jahren im Großraum Paris hochgezogen wurden. Wer hier aufwächst, lebt am Rand. Der Autobahnring "Boulevard périphérique", vier bis fünf Fahrspuren pro Richtung, trennt die Vorstadt von Paris. Der "Périph" ist eine Grenze: verwaltungstechnisch, sozial und psychologisch.

Youssef interessiert sich nicht für "die andere Seite" , wie er sagt. Ab und zu fahren sie mal nach "Paname", nach Paris, und gehen feiern, 100 Euro mindestens geben sie dann aus, erzählen die Jungs. Am liebsten aber bleiben sie in ihrem Viertel. "Und wenn wir Urlaub machen, fahren wir in den Park von La Courneuve!" Der Park ist nur wenige Bushaltestellen entfernt, und Youssefs Freund Said sagt, die Wasserfälle dort und die vielen Blumen im Sommer, das sei schöner als im Märchen. Wenn er einmal heiratet, möchte er mit seiner Braut durch das Gras laufen, so, wie er es als kleiner Junge oft beobachtet hat. Dass hinter den Bäumen die Autobahn ist und ringsum alles voller Beton, macht ihm nichts aus. Youssef ist 18, Said 17, beide kommen aus Cités, aus "Floréal" und "Cosmonautes" – die Siedlungen haben immer klangvolle Namen. Sie sind hier zur Schule gegangen, 150 Meter von ihrem Block entfernt, dann war die Schule vorbei, und es passierte nicht mehr viel. Youssef arbeitet bei seinem Onkel in einer Baufirma. In Saids Familie arbeitet niemand.

"Die meisten Kids hangeln sich von einem prekären Job zum nächsten", sagt Nidal, der in Saint-Denis aufgewachsen ist und sich als Sozialarbeiter um Jugendliche kümmert. "Das liegt aber nicht an der Ghettoisierung. Sondern daran, dass es bestimmte Jobs einfach nicht mehr gibt. "

"Als arabischstämmiger Franzose wirst du ständig diskriminiert"

Wir sitzen in der Ludothèque, dem Spieletreff für Jugendliche, in dem er arbeitet. Nidal erzählt, und die Jungs nicken zustimmend, als er sagt, dass er in Paris geboren wurde, dass Frankreich seine Heimat sei. Und ein zutiefst rassistisches Land. "Als arabischstämmiger Franzose wirst du ständig diskriminiert. Ich nehme das Frankreich nicht übel, es ist fast überall in Europa so. Aber für einen Heranwachsenden ist das frustrierend. Der fühlt sich ungerecht behandelt, fängt an zu dealen, fängt an, Scheiße zu bauen … und der ganze Kreislauf der Misere beginnt."

Nidals Eltern sind Ende der 70er Jahre aus Algerien gekommen und haben ihren Sohn mit vollem Enthusiasmus für die neue Heimat erzogen. "Ständig haben sie gesagt: ,Du kannst alles erreichen, du musst dich nur anstrengen.‘ Das stimmt aber nicht. Und ich weiß nicht, ob es jemals gestimmt hat." Es bringe nichts, den Jungs aus der Banlieue weiterhin diese Geschichten aufzutischen, sagt Nidal. Aber das Gerede von den armen ausgegrenzten Migrantenkindern könne er auch nicht mehr hören. Sein pädagogischer Feind ist der "Opferdiskurs": Das Lamento über die benachteiligten Muslime sei eines der Hauptprobleme in seinem Arbeitsalltag. Wenn er mitbekommt, dass die Jugendlichen sich selbst bemitleiden und dem Staat und der Gesellschaft die Schuld geben, wird er wütend. "Wir sind Franzosen. Nicht besser oder schlechter als die anderen, bloß mit anderen Wurzeln. Damit müssen wir klarkommen und können nicht ständig jammern." Er ermutigt die Jugendlichen, zu bleiben und sich im Viertel zu engagieren: "Hier haben sie weniger Probleme als in Paris."

Tatsächlich ist der Teil von "93", der nahe am Zentrum von Saint-Denis liegt, dort, wo die Basilika steht und die Altbauhäuser, eine multikulturelle Kleinstadt und kein Wohnghetto: 138 Herkunftsnationen verzeichnet das Rathaus für den Bezirk. Auf dem Wochenmarkt gibt es Schafsköpfe, Fast Food halal, muslimische Mode in jeder Länge, und freitags drängeln sich die Männer zum Gebet vor der Moschee in einer Gasse, die Rue du Jambon heißt, Schinkenstraße. Es gibt aber auch Austern und Weißwein, bunt gemusterte Kleider in riesigen Größen, russischen Wodka, afrikanische Beauty salons und Plätze, auf denen man in der Sonne sitzen oder Skateboard fahren kann. Und, wohl das Wichtigste, es gibt ausreichend Buslinien in die Hochhaussiedlungen, sogar eine Metrolinie nach Paris.

Rund 1,5 Millionen Menschen im Département 93

Im Département 93 leben rund 1,5 Millionen Menschen, ein Viertel der rund 200 Cités gilt als "sensible Zone". Soziale Krisengebiete mit brüchigen Häusern, und je abgeschlagener sie liegen, desto schlimmer wird alles: die Bausubstanz, die Armut, die Verwahrlosung – sag mir, wie viele Verkehrsmittel du auf dem Weg nach Hause benutzen musst, und ich sage dir, wo du sozial stehst.

Die Cité von Clichy-sous-Bois ist nur zehn Kilometer von Saint-Denis’ Innenstadt entfernt. Aber mit öffentlichen Verkehrsmitteln braucht man fast zwei Stunden. Erst der Vorortzug RER, dann eine lange Busfahrt durch Siedlungen mit Einfamilienhäusern, die so dörflich und idyllisch aussehen, dass die Endstation umso härter wirkt: graue Betontürme, in denen sich die Probleme der globalisierten Gegenwart stapeln. Die Cité kennt man aus den Schlagzeilen: 2005 starben hier zwei Jugendliche, die sich aus Angst vor der Polizei in einem Transformatorenhaus versteckt hatten. Clichy-sous-Bois wurde zum Epizentrum der Wut: die Banlieue gegen den Staat.

Danach sollte alles besser werden. Ein aufwendiges Renovierungsprogramm wurde gestartet, Abriss und Neubau, aber das zieht sich nun bereits seit zehn Jahren. Wenn man sich in Clichy umsieht, wird klar, dass hier nichts besonders schnell vorangeht, außer dem Verfall.

Im Einkaufszentrum der Cité Chêne Poin tu treffen wir Bilel, 22. Er will uns rumführen, dafür sorgen, dass alles klargeht, er hat Zeit. Alle haben Zeit hier, sagt Bilel, so viel, dass er die strenggläubigen Muslime beneide, die könnten wenigstens fünfmal am Tag beten. "Ich wette, dass viele bloß Salafisten werden, weil es hier so langweilig ist. Als Salafist musst du lesen, lernen, strenge Regeln befolgen. Da hast du immer was zu tun!" Wir steigen in seinen Renault und fahren rum. Ab und zu hält Bilel an und schreit auf Arabisch jemanden zusammen – er ist ein "Großer Bruder", einer, vor dem die anderen Respekt haben müssen. Die Häuser sehen aus, als bestünden sie aus aufgeweichtem Pappmaschee, die Fenster sind mit Wäsche und Satellitenschüsseln behangen, die Balkone vollgestopft mit Autoteilen, Kühlschränken, Möbeln. Was nicht gebraucht wird, fliegt aus dem Fenster.

An einer Stelle führt Bilel uns durch ein Treppenhaus hinauf aufs Dach, seinen Lieblingsplatz. Der Zugang zu den obersten Etagen ist mit alten Sesseln und Sofas verbarrikadiert. Das machen die Dealer, um ihre Geschäfte zu sichern: Wenn Polizisten das Haus stürmen, müssen sie erst die Möbel wegräumen, da bleibt genug Zeit, um zu verschwinden. Eine Frau in hellblauem Sari kommt vom Einkaufen nach Hause, sie muss unter einer Sofalehne durchkriechen, zu ihrer Wohnungstür. Die Jungs, breitbeinig, Joint in der Hand, rücken kein Stück zur Seite, helfen ihr nicht.

Auf dem Dach dann der Ausblick: Clichy von oben, eine gigantische Baustelle, eine der größten der "Renovation Urbaine", des staatlichen Programms zur Renovierung der Banlieue. Man sieht die neuen Apartmentblocks, die sie gebaut haben, nur drei bis vier Stockwerke hoch und große Fenster. Schicke neue Häuserwürfel, die niemals so viele Menschen werden aufnehmen können wie die Wohntürme aus den 60er Jahren, die gerade abgerissen werden.

Ban lieues sind keine Rekrutierungspools

Nach den Anschlägen im vergangenen Jahr verbreitete sich das diffuse Gefühl, der islamistische Terror habe etwas mit den Banlieues zu tun – diffus, weil diese Verbindung einerseits besteht, aber bestenfalls indirekt ist. Die Attentäter kamen aus der Pariser Innenstadt, aus der Provinz und aus Belgien. Abdelhamid Abaaoud, der Drahtzieher der November-Anschläge, fand in Saint-Denis zwar seine Unterkunft – aber bei einem "Marchand de sommeil", einem "Schlafhändler", der an Menschen vermietet, ohne Papiere sehen zu wollen. In Frankreich leben viele Illegale, die auf solche Angebote angewiesen sind.

Man weiß inzwischen, dass die Ban lieues keine Rekrutierungspools sind. Das Profil der Dschihadisten, die von Frankreich nach Syrien ziehen, hat weniger mit sozialer Herkunft zu tun als mit psychischer Disposition. "Die Radikalisierer suchen sich jene raus, die labil sind. Die man leicht davon überzeugen kann, sich gegen die Gesellschaft zu wenden, weil sie einen Grund haben" , sagt die Sozialarbeiterin Nadia Remadna. Vor zwei Jahren hat sie in Sevran, Département 93, eine Hilfsorganisation gegründet: "Brigade des Mères" – die "Brigade der Mütter". Nadia Remadna hat algerische Wurzeln, ihre vier Kinder sind – wie sie selbst – in der Banlieue aufgewachsen. Mit schöneren Häusern und besseren Jobs lasse sich die ideologische Radikalisierung nicht beseitigen, sagt sie. Das Problem sei vielmehr, dass der französische Staat sich zusehends aus den Banlieues zurückgezogen habe. "Schon seit den 90er Jahren nimmt der Einfluss der Religiösen zu", sagt sie. "Erst boten sie nur Arabischkurse an, die in Wahrheit Korankurse waren. Dann Computerkurse, Bewerbungstraining, das gesamte Freizeitangebot für die Jugendlichen hier. Irgendwann wollte meine Tochter, dass ich ihr eine Abaya kaufe. Und mein Sohn sagte mir, unverschleiert sei ich keine anständige Muslimin! Die Lokalpolitiker, auch die Linken, unterstützen die religiösen Führer, die den größten Einfluss auf die Community haben. Weil ihnen das Wählerstimmen bringt."

Nadia Remadna sagt, dass inzwischen auch Mütter aus der Pariser Innenstadt zu ihr kämen, weil sie sich Sorgen wegen der Radikalisierung ihrer Söhne machten. "Wir haben hier auch die Claudines und Marie-Paules aus den schicken Vierteln sitzen." Die "Seelenfänger", wie sie sagt, versprechen unsicheren Jugendlichen in der Pubertät genau das, wonach sie suchen: Zugehörigkeit, Regeln und ein Weltbild, in dem es auf alles eine Antwort gibt. Für die Banlieue komme hinzu: "In einigen Vierteln haben die Religiösen bereits einen tiefen Keil geschlagen. Der sorgt dafür, dass die Bewohner sich stark mit der islamischen Community identifizieren, aber kaum noch mit der französischen Gesellschaft. Darauf können die Radikalisierer aufbauen." Dabei hilft der "Opferdiskurs", von dem ihr Kollege sprach: Die Gesellschaft wird für persönliches Scheitern verantwortlich gemacht. "Wer einen arabischen Namen hat oder eine Adresse in der Banlieue, muss sich ständig gegen Vorurteile wehren. Das hilft diesen Leuten. Aber dennoch: Stigmatisierung ist nicht das Problem! Sondern Radikalisierung." 

"Islam de France"

Seit Beginn der 1990er Jahre versucht man in Frankreich, einen "Islam de France" zu etablieren – ein Anliegen, das nicht zuletzt wegen des machtpolitischen Gerangels der Regierungsparteien scheiterte. Jetzt wird das Projekt wieder verstärkt in Angriff genommen. Bislang konnte man sich jedoch nie einigen, wer mit welcher der vielen verschiedenen Islam-Organisationen verhandeln solle – und die hysterische Art, mit der in Frankreich über religiöse Symbole gestritten wurde, verhärtete die Fronten in der Gesellschaft. Lange vor Pegida in Deutschland, etwa um 2000, verstärkte sich die Bewegung der "Identitären", die eine drohende Islamisierung der Grande Nation heraufbeschwor. Gegenläufig dazu wurde in den Banlieues von "93" der Salafismus cool. Die Jugendlichen entwickelten ihren eigenen Style: Hip-Hop und Muslim-Wear, die Mädchen umso tiefer verschleiert, je lauter ihnen entgegengebrüllt wurde, dass man so was in Frankreich nicht mache.

Die Salafisten wurden zu einem Generationen-Phänomen, schreibt der Islamexperte Gilles Kepel in "Quatre-vingt-treize" , seinem Buch über muslimische Kultur in "93" . Die Jugendlichen stilisierten die Salafisten zu einer Art Elite. Gesellschaftliche Underdogs, die wegen ihrer Kleidung und ihrer Bärte ständig aneckten – eine Mischung aus Rebellion und großem Zusammenhalt. Gemeinsam gegen die herrschende Mehrheit, einem höheren Ziel verbunden: Die Ästhetik und Sprache der IS-Propaganda setzt heute genau da an.

Fragt man die Jugendlichen in der Banlieue nach ihren Erfahrungen mit Radikalisierung und Islamismus, werden sie noch stummer als ohnehin schon. Sie sind jung, männlich und arabischer Abstammung, sie passen auf fast jede Täterbeschreibung, auch auf die von Terroristen. "Sie werden im Alltag oft ungerecht behandelt. Dann hören sie im Internet von der Unterdrückung der Muslime", sagt Nidal, der Jugendsozialarbeiter. "Man muss das IS-Propagandamaterial, das ja echt gut gemacht ist, mit ihnen anschauen. Man muss viel erklären."

Und Nadia Remadna von der Mütterbrigade sagt: "Sehen Sie sich doch um hier. Auf den Fußballplätzen: Jungs. Auf dem Spielplatz: Jungs. Auf der Skateboardbahn: Jungs. In den Teeräumen: Männer. Das müssen wir ändern!" Sie träumt davon, dass die Viertel der Banlieue wieder so werden wie früher. "Dass muslimische Mädchen die Wahl haben, wie sie aufwachsen. Dass sie beides sein dürfen, religiös und weltlich." So wie auf dem Marktplatz von Saint-Denis, wo einige Frauen Burka tragen und andere Hotpants. Die Befreiung der Mädchen, da ist sie sich sicher, wäre auch eine Befreiung für die Jungs.

*Name von der Redaktion geändert

Diese Reportage erschien zuerst im stern, Heft Nr. 39



Ich brauche dringend Hilfe bei der EM rente
Guten Tag mein Name ist Carsten Langer ich bin 46 Jahre alt und Versuche seit März 2015 die EM Rente zu beckommen meine Ärzte sagen ich kann nicht mehr Gutachten der Kranken Kasse sieht das auch so nur die Gutachter der Rentenkasse Sehens anders war schon vor sozial Gericht 1 Instanz Richterin sagt ich kann nicht am Gutachten vorbei entscheiden ihre Empfehlung ich sollte in die 2 Instanz weil sie meint das ich auch nicht mehr Arbeits fähig bin die 2 Instanz sagt laut Gutachten könnte ich noch arbeiten aber ihre Meinung nach könnte ich auch nicht mehr arbeiten ich sollte doch auf ein Urteil verzichten und ich sollte neu Rente beantragen und der zwischen Zeit wurde ich zur Berufs Findung geschickt die nach sechs Wochen von der Rentenkasse abgebrochen wurde habe auch erfahren das die Rentenkasse mir keine Umschulung mehr zutraut auf den Rat ich sollte noch Mal EM Rente beantragen bin ich in Reha gegangen damit ich auch neue Arzt berichte habe die Reha hat den Aufenthalt von 4 auf drei Wochen verkürzt und mich entlassen als nicht arbeitsfähig für den allgemeinen Arbeits Markt und ich kann keine 3 Stunden arbeiten das hat der Rentenkasse wieder nicht gereicht hatich wieder zum gutachter geschickt der mir 45 Minuten fragen gestellt hat und jetzt heißt es ich kann wieder voll arbeiten auf den allgemeinen Arbeits Markt Meine Erkrankungen sind Ateose in beiden knieen und mehreren Finger Gelenken Verschleiß in beiden Fuß, Hüft, Schulter und elebogen Gelenken dazu Gicht im linken Daumen satel Anhaltende Schmerzstörungen Wiederkehrende Depressionen Übergewicht Hormonstörungen Wirbelsäulenleiden Bandscheibenschädigung Schlaf Atem Störung Schlafstörungen eine ausgeprägte lese und rechtschreib Schwäche Panick Attacken ( Zukunftsangst) Suizidale Gedanken 1 Suite Versuch Laut aus Zügen einiger Befunde Bin ich nicht mehr Stress resistent Darf keinen akort machen keine Schicht Arbeit keine gehobene Verantwortung überaschinem oder Personen tragen usw Aber al das reicht nicht für die EM Rente Mittlerweile bin ich von der Kranken Kasse ausgesteuert das Arbeitsamt hat mich nach 9 Monaten abgemeldet und seit April wäre die Renten Kasse nicht mehr für mich zuständig aber da ein laufendes verfahren ist hmm keine Ahnung Da ich Mal gut verdient habe habe ich eine bu abgeschlossen aber da die über 900 euro mir zählt und das schon fast 3 Jahre habe ich kein Anspruch auf Harz 4 Grundsicherung Wohngeld oder sie Tafel für essen nein ich darf dafon mich noch mit 260€ freiwillig Kranken versichern Deswegen konnte ich meine Wohnung mir nicht mehr leisten und bin auf einen Campingplatz gezogenitlerweil habe ich eine Freundin und wir teilen uns die Wohnung Bitte ich brauche dringend Hilfe mir wird das alles zuviel werde mich parallel zu ihnen auch an den svdk wenden aber vielleicht können sie unterstützend helfen ich weiß echt nicht weiter und meine schlechten Gedanken werden wider sehr stark Mfg