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Fotos und Lebensberichte: "Emanzipiert und stark": So lebten und arbeiteten Frauen in der DDR

Frauen in der DDR standen zumeist voll im Arbeitsleben. Waren sie dadurch auch emanzipierter als ihre Geschlechtsgenossinnen im Westen? Ein reich bebilderter Band mit vielen Lebensberichten beleuchtet das Leben der Frauen im Arbeiter- und Bauernstaat.

Zugang zum Studium streng limitiert  Der Weg zum Hochschul- und Universitätsstudium war in der DDR eng limitiert: Nur etwa 10 Prozent aller an den Allgemeinen Polytechnischen Oberschulen ausgebildeten SchülerInnen konnten das Abitur an einer Erweiterten Oberschule (EOS) bzw. auch berufsbegleitend als Facharbeiter erwerben. Im April 1972 fand an der EOS "Alexander Puschkin" in Hennigsdorf (Bezirk Potsdam) die Woche der Wissenschaften statt - noch in der Vorzeigeuniform der häufig damit verpflichtenden Mitgliedschaft des Jugendverbandes FDJ.

Zugang zum Studium streng limitiert

Der Weg zum Hochschul- und Universitätsstudium war in der DDR eng limitiert: Nur etwa 10 Prozent aller an den Allgemeinen Polytechnischen Oberschulen ausgebildeten SchülerInnen konnten das Abitur an einer Erweiterten Oberschule (EOS) bzw. auch berufsbegleitend als Facharbeiter erwerben. Im April 1972 fand an der EOS "Alexander Puschkin" in Hennigsdorf (Bezirk Potsdam) die Woche der Wissenschaften statt - noch in der Vorzeigeuniform der häufig damit verpflichtenden Mitgliedschaft des Jugendverbandes FDJ.

"Gleicher Lohn für gleiche Arbeit". Die feministische Forderung, die immer noch brandaktuell ist, galt in der DDR angeblich als "Staatsdoktrin". Tatsächlich standen Frauen im ehemaligen Arbeiter- und Bauernstaat - schon aus der Notwendigkeit heraus, dass man die Arbeitskraft brauchte - zumeist voll im Arbeitsleben. Dagegen kümmerten sich die meisten Frauen im Westen vor allem um den Haushalt und die Kindererziehung, während ihre Männer des Geld zum Leben verdienten - und es verbreitet als ehrenrührig angesehen wurde, wenn eine Frau arbeiten "musste" oder wollte. Doch waren die arbeitenden Frauen in der DDR auch tatsächlich emanzipierter?

Die beiden Journalistinnen Claudia Wagnerin und Jana Frielinghaus haben Dutzende ausführliche Gespräche mit Frauen unterschiedlicher Generationen geführt. "Herausgekommen ist eine erhellende Zeitreise in die Geschichte der DDR-Frauen", heißt es im Vorwort des Buches "Emanzipiert und stark. Frauen in der DDR", das von Dagmar Enkelmann, ehemalige Bundestagsabgeordnete der Linken und heute Vorsitzende der Rosa-Luxemburg-Stiftung, sowie Dirk Külow, unter anderem Sachbuchautor zur DDR-Geschichte, TV-Journalist und derzeit Wissenschaftlicher Mitarbeiter für Kulturpolitik im Bundestag, herausgegeben wurde.

Der stern zeigte einige der zahlreichen historischen Aufnahmen aus dem Band, die das Arbeitsleben der Frauen in der DDR illustrieren, mit freundlicher Genehmigung der Eulenspiegel Verlagsgruppe in Berlin, in der das Buch erschienen ist:

https://www.eulenspiegel.com/verlage/neues-leben/titel/emanzipiert-und-stark.html


dho
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