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Gutes aus dem Küchengarten: Küchengärtner knüpfen Kontakte

Ich war wieder einmal in Wien, mit dem Ziel, mich inspirieren zu lassen. Bauernmärkte in Städten können so eine Inspirationsquelle darstellen. Da die dort zum Kauf angebotenen Gemüse oft andere Sorten sind, als jene aus dem Supermarkt. Findet man eine solche, die man selbst nicht kennt, ergibt sich daraus das eine oder andere Gespräch. Und vielleicht auch ein Saatguttausch für den eigenen Küchengarten und fürs kommende Gartenjahr. Oder aber eine Option, bei einem der Bauern ein Stück Feld mieten zu können, um es selbst als Garten zu nützen. Man muss eben nur fragen, auf die Leute zugehen und im Gespräch ergibt sich dann so manches.

Anbei ein paar Links, die über den eigenen Gartenzaun blicken lassen.

1.) Während der Wintermonate plant man gerne ein eigenes Gartenprojekt. In vielen Städten gibt es bereits in den Verwaltungen Ansprechpartner für Gemeinschaftsgärten. Wenn man also Interesse an einem solchen hat, dann gleich mal die Verwaltung der eigenen Stadt fragen, ob sie dabei weiterhelfen können. Oder man erfährt aus lokalen Medien, dass die eigene Stadt ein Urban Gardening Programm verfolgt. Einklinken dort, wo es schon etwas gibt, kann gerade für Anfänger im Küchengarteln von Vorteil sein.

2.) Wer Gartenarbeit tauschen möchte, wird vielleicht unter der Plattform Domerang einen passenden Netzwerkpartner finden. Oder andere Gärtner oder überhaupt... Domerang funktioniert aktuell in Berlin. Es ist eine Art Nachbarschaftshilfe, die auch vergütet wird.

3.) Wer immer noch plant und Ideen sucht. Dann schaut mal auf diese Seite mit dem Namen Keep Growing Detroit (Achtung, Seite in Englisch). Manchmal ist es nämlich leichter, Ideen für den eigenen Küchengarten in ganz entfernten Regionen oder Städten zu finden. So wie dies beim Niesenbergergarten in Graz in Österreich der Fall war. Der Gründer dieses Gartenprojektes holte sich die Inspiration dazu in Burkina Faso. Also, schaut euch mal an, was die Leute in Detroit so machen.

4.) Man kann auch eine Garteninitiative in einer benachbarten Region besuchen, sich mit den Leuten dort treffen. Sich austauschen und Tipps holen, für den eigenen Küchengarten. Denn auch beim Küchengärtnern sind Planung und Information im Vorfeld die halbe Miete. Wie wäre es mit den Krautgärtnern in München?

5.) Einige kleine landwirtschaftliche Betriebe stellen auf CSA-Landwirtschaft um. Das Modell nennt sich auch Solidarische Landwirtschaft oder Community Supported Agriculture. Soll heißen: Man beteiligt sich mit einem fixen monatlichen Betrag an Aussaat und Arbeit eines Gemüsebauern, und erntet dann im Herbst seinen Anteil.

6.) Hier habe ich noch etwas echt Lässiges gefunden. Für die Stadt Linz gibt es eine Anlaufstelle für private Obstpflücker. Die Stadt verfügt über 2000 öffentliche Obstbäume. Hier kann man die Lokalitäten abrufen und zum Plücker werden und privat ernten.

Vielleicht ist jetzt das eine oder andere Interessante für euch dabei gewesen. Viel Spaß beim Schmökern und Kontakte knüpfen.

  • Angelika Wohofsky
    Angelika Wohofsky