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Wie wird der Aufschnitt hergestellt?: Kreisrunde Scheiben Putenbrust – was die Hersteller verschweigen

Für bereits 89 Cent erhält man Putenbrustaufschnitt beim Discounter. Dabei fällt auf, dass die Scheiben gleichmäßig kreisrund sind. Wie wird der Aufschnitt eigentlich hergestellt? NDR-"Markt" geht dem auf die Spur.

Putenbrust

Gleichmäßige, kreisrunde Putenbrustscheiben. Wie werden sie hergestellt?

Eigentlich wollte die Verbrauchersendung NDR-"Markt" die Produktion von abgepackter Putenbrust- und Hähnchenbrust aus dem Supermarkt genauer unter die Lupe nehmen, von den Herstellern aber hagelte es Absagen. Deshalb wurde eine Fachtierärztin für Lebensmittel befragt, wie der kreisrunde Aufschnitt hergestellt wird.

Geflügelaufschnitt aus dem Supermarkt und Discounter ist beim Verbraucher beliebt. Denn die gegarte Puten- und Hähnchenbrust enthält wenig Fett, dafür viel Eiweiß und sie kostet fast nichts: 100 Gramm Putenbrustaufschnitt von Güldenhof kosten bei Aldi nur 89 Cent, Aufschnitt aus Hähnchenbrust sogar nur 77 Cent. Auch bei Edeka und Lidl zahlt man nicht wesentlich mehr.

Auf der Verpackung steht meistens nichts über die Herstellung, vielleicht auch, um den Verbraucher nicht abzuschrecken. Wie die Expertin Birgit Beneke (Fachtierärztin für Lebensmittel am Veterinäruntersuchungsamt Ostwestfalen-Lippe) in der Sendung erklärt, wird Geflügelaufschnitt folgendermaßen produziert: Geflügelbrust von Huhn oder Pute wird vom Knochen gelöst und anschließend nass gepökelt. Das bedeutet die Pökellake wird mit Nadeln in das Fleisch gespritzt, darin wird das Fleisch mehrere Stunden gewälzt. So löst sich das Fleischeiweiß auf der Oberfläche und sorgt dafür, dass die Stücke später nach dem Garen gut zusammenhalten. Doch das Wälzen hat auch einen Nachteil: Das weiche Geflügelfleisch zerreißt. So werden aus ursprünglich ganzen Stücken viele kleine. Diese werden in Kunstdärme gefüllt, gegart und dünn aufgeschnitten. 

Zusammengebastelter Aufschnitt muss gekennzeichnet sein

Eine Scheibe Geflügelaufschnitt besteht demnach aus vielen einzelnen, zusammengesetzten Stücken.

So weit so gut. Das Problem daran: Wie bei Kochschinken auch müsste auf der Verpackung des Geflügelbrustaufschnitts darauf hingewiesen werden, dass das Produkt aus Fleischstücken zusammengebastelt ist. Laut europäischer Lebensmittelinformationsverordnung müsste das Produkt den Zusatz "Aus Fleischstücken zusammengefügt" tragen. Herta, Lidl und Aldi verzichten auf diesen Zusatz. Für die Expertin ist ganz klar: "Diese Produkte sind nicht ausreichend gekennzeichnet, die Bezeichnung lässt den Verbraucher nicht erkennen, ob das Produkt zusammengefügt ist oder nicht und damit sind diese Produkte nicht verkehrsfähig."

Die Hersteller weisen diesen Vorwurf zurück, es werde nicht der Anschein von gewachsenem Fleisch erweckt. Die Expertin aber widerspricht: Die Bezeichnung Putenbrust oder Hähnchenbrust suggeriere dem Verbraucher, dass es sich um gewachsene Muskulatur handle. 

Positive Ausnahmen gibt es aber: Auf den Geflügelaufschnitt-Packungen von Rewe, Gutfried und Aoste wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass es sich um zusammengefügte Fleischstücke handelt. 

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.