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Gemüsewiege-Meisterschaft: 916,5 Kilogramm: Waldkirchner bricht den deutschen Kürbis-Rekord

Fast so schwer wie ein Kleinwagen und zu schade für die Suppe: Mit 916,5 Kilogramm ist der Kürbis von Mario Weishäupl aus Waldkirchen nicht nur der Gewinner der Gemüsewiege-Meisterschaft 2018, sondern auch ein neuer deutscher Rekord.  

Mario Weishäupl posiert mit seinem Riesen-Kürbis

Mario Weishäupl ist der stolze Gewinner des Gemüsewiege-Wettbewerbs und knackt zusätzlich auch den deutschlandweiten Rekord für den schwersten Kürbis

Am Nüßleshof im südthüringischen Fambach fand Anfang September die offene Thüringen-Gemüsewiege-Meisterschaft statt. Hier treten jährlich Gemüsezüchter gegeneinander an. Mario Weishäupl, gelernter Bäcker aus Waldkirchen in Bayern, ging mit seinem Kürbis der "Atlantic Giant"-Art als Gewinner des Wettbewerbs hervor. Doch nicht nur das: Sein  knackte auch den deutschen Rekord. Dieser lag bisher bei 901 Kilogramm – Weishäupl Exemplar mit 916,5 Kilogramm war damit deutlich schwerer. Da der Kürbis in etwa soviel wie ein Kleinwagen wiegt, musste das Prachtstück mit einer Spezial-Plattenwaage gewogen werden.

Der Rekord-Kürbis nahm täglich 25 Kilogramm zu 

Künstlicher Dünger ist bei diesem Wettbewerb ein absolutes Tabu. Von Hand wird das Gemüse mit Pinguin-Dung bestäubt und braucht fast 1000 Liter Wasser täglich. Im Schnitt wächst ein Kürbis zwischen 90 und 100 Tage lang. So auch das Gewinner-Exemplar: 99 Tage dauerte die Zucht, mit einer täglichen Gewichtszunahme von 25 Kilogramm. Um das Prachtstück vor dem Verfaulen zu bewahren, ist es von unten mit Styroporplatten und von oben mit Schirmen gegen UV-Strahlen geschützt.

Schon der kleinste Riss führt zum Ausschluss vom Wettbewerb

Auch der Transport war ein schwieriges Unterfangen: Mit einem Kran wurde der Riesen-Kürbis aus dem Garten des Züchters auf einen Lkw gehoben. Auf der Meisterschaft wurde er dann, vor rund 2000 Zuschauern, mit einem Gabelstapler auf die Waage gehievt. Hierbei war größte Vorsicht geboten, denn schon der kleinste Riss kann zum Ausschluss vom Wettbewerb führen.

"Bis Mitte September ist der Kürbis noch in Ludwigsburg ausgestellt, danach wird er geschlachtet. Die Kerne versteigere ich. Das Fleisch ist ungenießbar", erklärt Mario Weishäupl der "Bild". 

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gho
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