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Wein: Warum Bordeaux keine Rebsorte ist – und dieser Rosé in jeden Kühlschrank gehört

Sie gelten als die besten Weine der Welt. Pro Flasche können die auch mal tausend Euro kosten. Dabei sollte man eins wissen: Bordeaux ist nicht die Rebsorte, es gibt dort auch günstige Weine – und vor allem ein Rosé verdient Aufmerksamkeit.

Clairet

Der Clairet ist kräftig rot und schmeckt nach Erdbeeren und Johannisbeeren

Getty Images

Wer an Bordeaux und Wein denkt, dem kommen die kräftigen, dunkelroten Rotweine in den Sinn. Einen Bordeaux, sollte man im Leben getrunken haben. Dabei ist Bordeaux gar kein Wein, und schon gar keine Rebsorte. Ganz genau genommen ist Bordeaux eine Stadt, die Zentrum der berühmten Weinbauregion ist. Auch die nennt sich Bordeaux oder aber Bordelais.

Bordeaux ist zwar das größte Anbaugebiet mit den wohl teuersten Weinen der Welt, dabei gibt es auch erschwingliche Tropfen. Die Weinberge liegen meist flach im Einzugsgebiet der Flüsse Dordogne und Garonne, die schließlich in die Gironde vereinen. Zu Ruhm haben den Bordeaux-Weinen die roten Rebsorten Cabernet Sauvignon, Merlot, Cabernet Franc und Petit-Verdot verholfen. Die sind kräftig, langlebig und so legendär, dass sie in die ganze Welt exportiert werden. 

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Was ist das für ein Wein? Château Suau, Bordeaux, Blanc Sec, 13,5 Prozent, 2016  Wie viel kostet er? etwa 12 Euro

Was ist das für ein Wein? Château Suau, Bordeaux, Blanc Sec, 13,5 Prozent, 2016

Wie viel kostet er? etwa 12 Euro

Diesen Rosé sollten Sie probieren

Dabei sind es die Weiß- und auch die Roséweine, die man probieren sollte. Rosé wurde im Bordelais schon immer produziert, aber es waren die Kellermeister, die den Rosé selbst tranken. Es gibt aber einen Wein, den man im Idealfall im Sommer immer im Kühlschrank haben sollte: den Clairet. Der ist eigentlich ein Rotwein und wurde bereits unter englischer Krone im 12. Jahrhundert in Bordeaux produziert. Der Wein wurde so genannt, weil er im Vergleich zu den dunklen spanischen und portugiesischen Weinen heller war.

Heute gibt es im Bordeaux sogar eine eigene regionale Appellation, also eine geschützte geografische Bezeichnung, für den Bordeaux Clairet. Der ist im Vergleich zu einem echten Rosé in der Farbe sehr viel dunkler. Der Clairet wird weiterhin nach traditioneller Art produziert. Dafür werden die Traubenschalen nur kurz vergoren, damit sie nicht zu viele Farbstoffe abgeben.

Meist wird er aus Merlot-Trauben produziert. Er schmeckt frisch, leicht, süffig und intensiv nach Erdbeeren und schwarzen Johannisbeeren. Qualitativ gibt es natürlich Unterschiede. Einen guten Clairet produziert das Château Penin. Den gibt es bereits online für etwa acht Euro. Oder der Bordeaux Clairet von Château Thieuley aus Merlot und Cabernet Sauvignon für rund sieben Euro.

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