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Wein-o-Mat: Welcher Wein soll es denn zu Weihnachten sein? Hier finden Sie Hilfe

Weintrinken ist nicht schwer. Flasche öffnen, einschenken, trinken. Nur: Welcher Wein ist gut? Der Wein-O-Mat hilft dabei, den richtigen Wein zum richtigen Anlass zu finden.

Discounter und Supermärkte sind die größten Weinhändler: Jede zweite beziehungsweise dritte Flasche Wein wird dort gekauft.

Discounter und Supermärkte sind die größten Weinhändler: Jede zweite beziehungsweise dritte Flasche Wein wird dort gekauft.

Fast jede zweite Flasche Wein, die Verbraucher kaufen, stammt vom Discounter, jede dritte aus dem Supermarkt. Weitere Quellen sind Drogeriemärkte, Tankstellen, Kaufhäuser, manch einer geht sogar zum Fachhändler, bestellt Wein im Internet oder besucht direkt den Winzer. Aber welcher Wein soll es denn nun sein?

Die deutschen Supermärkte sind gefüllt mit Weinen – von Chardonnay bis Trollinger. Für viele Verbraucher ist es daher nicht immer leicht, in dem riesigen Angebot die richtige Flasche für den persönlichen Geschmack auszuwählen. Mit dem "Wein-o-Mat", der vom Forum Moderne Landwirtschaft entwickelt wurde, gibt es jetzt einen Entscheidungshelfer für Weinanfänger.

Je nach Anlass und Vorliebe empfiehlt das Tool den passenden Wein, der aus den 15 beliebtesten in Deutschland angebauten Rebsorten ausgesucht wird. Dazu müssen Sie schlicht fünf Fragen beantworten. 

Ein Beispiel: Sie sind auf der Suche nach einem geeigneten Rotwein, der zu einer deftigen Pasta passt? Der Wein sollte mineralisch und kräftig sein? Dazu empfiehlt der Wein-o-Mat einen Lemberger, einen Wein aus Baden-Württemberg, der dunkelschwarzrot ist und gut zu intensiv schmeckenden Gerichten passt.

Sie bekommen tagsüber im Sommer Besuch von Freunden und möchten einen leichten Weißwein anbieten? Der Wein-o-Mat empfiehlt einen Weißherbst, das ist ein Rosé, der fruchtig und beerig schmeckt. 


Zehn Tipps für den Weinkauf im Supermarkt

1. Ein guter Wein muss nicht teuer sein - aber auch nicht allzu billig. Bei weniger als vier Euro pro Flasche darf man skeptisch sein und sich fragen, ob zu dem Preis anständiger Wein herstellbar ist.

2. Auszeichnungen auf der Flasche bieten Orientierung. Immerhin haben Fachleute diese Weine verkostet und für gut befunden.

3. Bei deutschen Weinen bietet auch die Amtliche Prüfnummer (AP-Nr, siehe Teil 3, Etikett) eine Orientierung. Sie ist auf jedem Etikett eines Qualitätsweines zu finden und ein Garant dafür, dass der Wein sensorisch einwandfrei ist.

4. Achten Sie darauf, wie der Wein präsentiert wird: Wird er lieblos hingestellt, steht er womöglich unter permanenter, greller Beleuchtung? Sind die Flaschen angestaubt? Dann lieber stehen lassen.

5. Stehen lassen sollten Sie auch Weine aus den untersten Regalen, Fachleute nennen dies die "Bückzone". Hier stehen die billigsten Weine, oft zweifelhafter Herkunft, sowie Staubfänger und Ladenhüter.

6. Apropos Ladenhüter: Grundsätzlich sind Weine im Supermarkt für den sofortigen Genuss gedacht und nicht unbedingt lagerfähig. Vor allem Weiß- und Roséweine sollten jung und frisch sein, nicht älter als zwei Jahre (Rotweine vier Jahre). Achten Sie hier auf junge Jahrgänge - ältere sind nur bei hochwertigen Weinen sinnvoll. Die letzten beiden Ziffern der AP-Nr (siehe Punkt 3) geben das Jahr der Abfüllung an. Steht dort zum Beispiel "14" bei einem Weißwein, ist dieser schon drei Jahre alt. Lieber liegen lassen. Für Rotweine im Supermarkt gilt: Sie sollten nicht älter als vier Jahre sein.

7. Manchmal werden Restflaschen zu günstigen Preisen angeboten - hier unbedingt aufpassen! Manchmal sind zu alte Weißweine darunter (siehe Punkt 6) oder Rotweine, die in einer Reifephase stecken, in der sie untrinkbar sind. (Mehr dazu später, in Teil 3: "Wein lagern".)

8. Ein schön designtes Etikett sagt nichts über die Qualität des Weines aus. Lassen Sie sich nicht blenden.

9. Es gibt spezielle Weinführer, die sich darauf spezialisiert haben, Weine aus Supermärkten zu testen, auch Zeitungen bieten diesen Service hin und wieder an und stellen entsprechende Informationen ins Netz. Achten Sie darauf, von wann solche konkreten Tests und BEwertungen sind - veraltete Empfehlungen helfen Ihnen nicht weiter.

10. Auch wenn ein Sonderangebot oder Schnäppchen noch so verlockend erscheint: Bevor Sie eine ganze Kiste eines bestimmten Weines kaufen, sollten sie erst eine Flasche mit nach Hause nehmen und den Wein in Ruhe probieren. 

+++ Weiteres Weinwissen und Einkaufstipps für Anfänger finden Sie hier +++

dsw
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