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5 Fragen an Alois Glück "Nicht nur für sich selbst leben"

5 Fragen, 5 Antworten: Alois Glück, Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, spricht übe die aktive Vorbereitung auf den "dritten Lebensabschnitt" und seine persönlichen Wünsche für das Alter.

1. Wir alle beschäftigen uns mit dem Älterwerden. Ab wann beginnt für Sie das Alter?
Ich halte es für ganz wichtig, sich noch in der Zeit des aktiven Berufslebens mit dem Älterwerden und damit mit der Vorbereitung auf den dritten Lebensabschnitt auseinander zu setzen. Für mich war das mit etwa Beginn des 60. Lebensjahres, bis zum 68. Lebensjahr war ich beruflich aktiv.

2. Wenn Sie es sich aussuchen könnten, wie alt wären Sie dann gerne? Mit anderen Worten: Was ist Ihr persönliches Lieblingsalter? Warum?
Ich habe kein "persönliches Lieblingsalter". Ich empfinde meine jetzige Lebensphase mit 72 Jahren als besonders schön und intensiv und lasse alles Weitere auf mich zukommen.

Welcher ältere Mensch begeistert Sie? Und ist sogar vielleicht Ihr Vorbild? Warum?
Mich beeindrucken ältere Menschen, die geistig wach sind, neugierig sind und vor allem solche, die sich engagieren und nicht nur für sich selbst leben.

Was ist Ihr Traum fürs Alter? Und was Ihr Alptraum?
Mein Traum für das Alter ist, dass ich möglichst lang, also bis zur allerletzten Lebensphase geistig wach und neugierig sein kann und damit auch am Leben geistig teilnehmen kann. Das Gegenteil ist jetzt für mich kein Alptraum, aber es würde mir vermutlich schwer fallen mich darauf einzustellen.

Bereiten Sie sich auf Ihr Alter vor?
Indem ich im Jetzt lebe, vor der Zukunft keine Angst habe und versuche geistig und körperlich aktiv zu bleiben.

Alois Glück diskutiert am 18.07.2012 in Regensburg mit Wolfgang Gründinger, dem Sprecher der Stiftung für die Rechte der zukünftigen Generationen. Mehr Informationen und Anmeldung

Zur Person

kst Alois Glück, Jahrgang 1940, engagierte sich schon früh in der katholischen Landjugend und ist seit 2009 Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken. Zuvor war er 38 Jahre lang Mitglied des Bayerischen Landtags und hat in den 70er und 80er Jahren als Staatssekretär, Fraktionsvorsitzender und CSU Parlamentspräsident die Entwicklung der deutschen Umweltpolitik betrieben. Er publizierte zahlreiche Bücher zur gesellschaftlichen Entwicklung und zu Zukunftsaufgaben, zuletzt den Titel "Warum wir uns ändern müssen. Wege zu einer zukunftsfähigen Kultur".

kst

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