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Journalist und Autor Literaturkritiker Hellmuth Karasek ist tot


Hellmuth Karasek ist tot. Der Literaturkritiker und Schriftsteller starb am späten Dienstagabend im Alter von 81 Jahren. Das hat seine Familie in Hamburg bestätigt.

Der Literaturkritiker und Schriftsteller Hellmuth
ist tot. Er starb am Dienstag im Alter von 81 Jahren, wie
seine Familie in Hamburg bestätigte. Zwölf Jahre lang hatte Karasek
neben Marcel Reich-Ranicki (1920-2013) die ZDF-Sendung "Das
literarische Quartett" geprägt und war so einer breiten
Öffentlichkeit bekanntgeworden. Über mehr als 20 Jahre leitete er
beim Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" das Kulturressort. Seine
Erfahrungen verarbeitete er in dem Roman "Das Magazin".

Seine journalistische Laufbahn hatte Karasek bei der "Stuttgarter
Zeitung" begonnen, danach war er Theaterkritiker bei der
Wochenzeitung "Die Zeit" in Hamburg. Bis 2004 war er Mitherausgeber
des Berliner "Tagesspiegel". Neben zahlreichen Büchern ("Süßer Vogel
Jugend", "Soll das ein Witz sein") schrieb Karasek für Zeitungen wie
"Die Welt" und das "Hamburger Abendblatt" - wo auch regelmäßig seine
Glossen erschienen.

"Fernsehen hat mein Leben verändert"

"Das Fernsehen hat mein Leben am meisten verändert", sagte er einmal.
Seitdem kannten die Menschen sein Gesicht, auch wenn sie ihn manchmal mit Literaturnobelpreisträger Günter Grass verwechselten, wie er berichtete. Bis ins hohe Alter ging er auf Lesereise und schrieb weiter. Erst 2013 waren wieder zwei Bücher ("Auf Reisen. Wie ich mir Deutschland erlesen habe", "Frauen sind auch nur Männer") von ihm erschienen. Zuletzt erregte er Aufsehen, als er für einen Werbegag den Ikea-Katalog wie ein literarisches Werk rezensierte.

dho DPA

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