Kampf um Entschädigung Elena Gorolová gebar 1990 ihren Sohn. Und verlor die Zukunft. Als Roma-Frau wurde sie zwangssterilisiert

Elena Gorolova
Elena kämpft seit Jahren für die Entschädigung tschechischer Romnja. Dafür zog sie bis vor die Vereinten Nationen
© Stanislav Krupar
Jahrzehntelang wurden tschechische Romnja von Staats zwangsoperiert, damit sie keine weiteren Kinder bekommen konnten. Ein neues Gesetz stellt ihnen Anerkennung und Entschädigung in Aussicht. Doch Elena Gorolová muss weiter für sich und andere Opfer kämpfen.

Der Tag, an dem Elena Gorolová ihren zweiten Sohn gebar, war ein trauriger Tag. Heute ist der Sohn 31, und sie teilt stolz Fotos seiner Bodybuilder-Wettkämpfe auf Facebook. Doch mit der Geburt im Jahr 1990 verlor sie die Hoffnung auf weitere Kinder, die sie sich gewünscht hatte.

Elena Gorolová war allein in das Krankenhaus in der nordtschechischen Stadt Ostrava gefahren, ihr Mann war weit weg zum Militärdienst. Die Geburt ging erst nicht voran, Gorolová blutete. Ein Arzt stach die Fruchtblase auf, dabei ging die Nabelschnur ab. Es musste nun schnell gehen, ihr Leben und das des Babys standen auf dem Spiel.


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