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stern-Community über Einschulung Erster Schultag: "Für mich sehr peinlich, für alle anderen sehr lustig"

Mädchen halten ihre riesigen Schultüten in der Hand
Große Schultüten, großer Tag: Kinder bei ihrer Einschulung 
© Harald Tittel / DDP
Die Einschulung ist ein besonderer Tag. In einigen Bundesländern hatten die neuen Erstklässler bereits ihren ersten Schultag, in anderen steht er bald an. Hier erinnern sich Menschen aus der stern-Community an ihre Einschulung. Mal war's schön, mal eher etwas unangenehm. 

Die Einschulung ist ein großer Schritt für Kinder. Gerade noch waren sie im Kindergarten die Ältesten, konnten quasi alles, hatten Freundschaften geknüpft und Routinen entwickelt. Plötzlich sind sie wieder die Jüngsten. Und vor allem: in der Schule. Das bedeutet für Kinder andere Strukturen, Erwachsene und Kinder und vor allem: Neues lernen. Die Einschulung ist ein Tag, der auch vielen Erwachsenen noch präsent ist. Die Erinnerung daran fällt mal positiver, mal negativer aus.

Wir haben die stern-Community bei Instagram und Facebook gebeten, Anekdoten vom ersten Schultag mit uns zu teilen. Eine Nutzerin schreibt: "Als ich eingeschult werden sollte, hat meine Mutter mich neben meinen Ranzen gestellt und angefangen zu weinen, weil ich kaum großer als der war. Wurde dann ein Jahr später eingeschult." Dass ihre Einschulung damals verschoben wurde, scheint die Frau mit Humor zu nehmen. Hinter den Satz hat sie ein Tränen lachendes Emoji gesetzt. 

Ein Schultüte bis oben voll mit Schokolade und Obst 

Gelacht wurde auch bei der Einschulung eines Nutzes, die schon ein paar Jahrzehnte zurückliegt. "Bei meiner Einschulung 1978 hatten meine Eltern meine sehr große Schultüte dermaßen mit Schokolade und Obst vollgestopft, dass ich die Tüte in der Kirche während wir lange am Altar stehen mussten nicht mehr halten konnte und sie mir herunterfiel und sich der Inhalt über viele Quadratmeter verteilte. Für mich sehr peinlich, für alle anderen sehr lustig." 

Die Schultüte spielt in mehreren Erinnerungen eine bedeutende Rolle. Sie ist in vielen Familien wichtiger Bestandteil der Einschulung, prall gefüllt mit allerlei Geschenken. Aus der Tüte einer Frau ragte bei der Einschulung im Frühling 1963 ein "riesengroßer Schokoladenhase". Für sie bis heute "ein Highlight". 

Prompt einen Stempel aufgedrückt bekommen 

Doch nicht alle haben an ihre Einschulung gute Erinnerungen. Eine Nutzerin schreibt, sie habe nach dem ersten Schultag gefragt, ob sie da morgen wieder hin müsse. Eine andere erinnert sich an die Frühstückspause am ersten Schultag. "Alle Kinder holten ihre Brotdosen und Snacks raus, während ich in meinem Ranzen einfach nichts finde konnte. Ich bekam Panik und war traurig, dass Mama doch echt vergessen hatte, mir etwas zu essen einzupacken und fing an zu weinen."

Die Lehrerin habe toll reagiert und den großen Bruder aus der Klasse nebenan geholt, damit der was von seinem Essen abgibt. "Er zog dann sofort die Dosen aus dem kleinen Frontfach meines Ranzens. Ich war schon im Kindergarten die 'Heulsuse' und haben den Stempel natürlich gleich glorreich mit in die Schule genommen." Die Frau hofft, dass kein Kind diese Enttäuschung fühlen muss und betont, wie wichtig das Gemeinschaftsgefühl der Klasse besonders in den ersten Tagen sei. Es klingt, als hätte sich diese Erfahrung tief eingebrannt. 

Und dann ist da – leider – die alte Diskussion über genderspezifische Schulranzen und -tüten. Eine Frau erinnert sich daran, dass sie eine Schultüte mit Dinos drauf gewählt hatte, "die für Jungs". "Was haben die Erzieherinnen mich überzeugen wollen, doch die Maus zu nehmen. Eine wollte sogar, dass meine Mutter einfach diese bastelt." Doch die Geschichte fand ein happy end – dank einer Mutter, der so etwas zum Glück egal war: "Meine Mama ist für mich eingetreten und hat mir die Dinos gebastelt." 

Was laut Experten noch nicht in die Schultüte gehört, ist ein Smartphone. Kinder seien erst später reif dafür. Mehr dazu lesen Sie . 

Quellen: Instagram, Facebook

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