Gazelle Sharmahd Tochter von inhaftiertem Deutsch-Iraner: "Ich dachte, jetzt hängen sie ihn auf"

Gazelle Sharmahd
Gazelle Sharmahd zu Hause in Los Angeles: "Wir müssen stark sein und dürfen uns nicht beugen"
© Philip Cheung
Der Vater von Gazelle Sharmahd sitzt im Iran als Dissident in Haft – ihm droht die Todesstrafe. Sie hofft, dass die aktuellen Proteste das Regime stürzen werden.

Frau Sharmahd, wenn Sie die vergangenen Wochen im Iran in einem Wort zusammenfassen müssten, welches Wort wäre das?
Revolution.

Ist das nicht etwas vorschnell?
Es stört mich, dass immer nur von Protesten gesprochen wird. Aus meiner Sicht sind wir weiter. Die Menschen gehen nicht auf die Straße, weil sie Reformen wollen, sie wollen die Regierung stürzen. Sie stehen den bewaffneten Revolutionsgarden gegenüber und schreien: "Tod dem Diktator". Sie sind bereit, ihr Leben zu geben, und treiben einen Generalstreik voran. Sie wollen die Wirtschaft zu Fall bringen, der Regierung das Rückgrat brechen.

Mehr zum Thema

Newsticker