CDU-Parteitag
Merz und Söder beschwören Einheit in Regierungsverantwortung

Kanzler und CDU-Chef Friedrich Merz und der bayerische Ministerpräsident und CSU-Vorsitzende Markus Söder demonstrieren auf dem
Kanzler und CDU-Chef Friedrich Merz und der bayerische Ministerpräsident und CSU-Vorsitzende Markus Söder demonstrieren auf dem CDU-Parteitag in Stuttgart Einigkeit. Foto
© Kay Nietfeld/dpa
Zwischen den Schwesterparteien CDU und CSU gab es in der Vergangenheit auch schon heftige Reibereien. Angesichts der Reformdebatten und Landtagswahlkämpfen zeigen die Vorsitzenden nun Geschlossenheit.

Kanzler Friedrich Merz und CSU-Chef Markus Söder haben angesichts von Reformdebatten und anstehender Landtagswahlen Einigkeit demonstriert. "Wir sind in der Verantwortung für Deutschland und diese Verantwortung verpflichtet uns, gemeinsam das Beste zu geben, was wir haben", sagte der CDU-Vorsitzende Merz bei der Begrüßung des bayerischen Ministerpräsidenten beim CDU-Bundesparteitag in Stuttgart.

Es habe nicht viele Zeiten gegeben, in denen CDU und CSU und deren Parteivorsitzende "so eng, so gut, so harmonisch zusammengearbeitet haben", sagte Merz. Dies sei gut, aber angesichts der gemeinsamen Regierungsverantwortung auch notwendig. In der Vergangenheit hatte es immer wieder Reibereien zwischen den Unions-Schwesterparteien gegeben.

Söder gratuliert Merz zum Wahlergebnis: Hätte ich auch gern gehabt

Söder gratulierte Merz zu dessen Wiederwahl am Vortag mit einem Ergebnis von 91,17 Prozent. "Hätte ich auch gern gehabt", sagte Söder, der beim CSU-Parteitag im Dezember mit 83,6 Prozent sein bisher schlechtestes Ergebnis eingefahren hatte.

Söder sprach von einem klaren Signal von Geschlossenheit, Einheit und Stärke, das die CDU gesetzt habe. "Unser Land ist verunsichert, die Menschen sind zum Teil unruhig und wissen nicht, wie es weitergeht." Umso wichtiger sei es, dass CDU und CSU "in der Lage sind, Orientierung zu geben, Kompass zu zeigen und voranzugehen".

Der CSU-Chef dankte Merz für eine "enge und hervorragende Zusammenarbeit", was nicht von vornherein klar gewesen sei. "Wir haben am Anfang beide ein bisschen skeptisch geguckt: Wie wird es werden." Obwohl es kein Selbstläufer gewesen sei, hätten beide "vom ersten Tag an ein enges, ein tiefes, ein gutes Miteinander" gehabt. "Du kannst dich auf uns verlassen. Wir unterstützen dich als Kanzler, gerne auch länger, wenn du willst", fügte Söder hinzu. Merz hatte kürzlich angedeutet, dass er sich auch eine zweite Amtszeit als Kanzler vorstellen kann.

dpa