Debatte um Neuaufstellung
Jusos wollen Mitgliederbefragung nach SPD-Wahlschlappe

Juso-Chef Daniel Krusic will, dass die SPD-Mitglieder nach der Wahlschlappe über die neue Führung der Partei entscheiden. Foto:
Juso-Chef Daniel Krusic will, dass die SPD-Mitglieder nach der Wahlschlappe über die neue Führung der Partei entscheiden. Foto
© Katharina Kausche/dpa
Die Landtagswahl schüttelt die SPD im Südwesten heftig durch. Nach dem schlechten Wahlergebnis braucht die Partei neues Führungspersonal. Die Jugend will, dass alle Mitglieder mitreden dürfen.

Nach der heftigen Wahlschlappe der SPD bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg fordert die Jugendorganisation der Partei einen echten Neuanfang an der Parteispitze im Südwesten. "Ich glaube nicht, dass die zweite Reihe, die das Ergebnis mitzuverantworten hat, die Lösung wäre, die SPD aus der Krise zu führen", sagte Juso-Landeschef Daniel Krusic vor einer Sitzung des SPD-Landesvorstands in Stuttgart. 

Man wolle deswegen eine Mitgliederbefragung um den Parteivorsitz. "Ich glaube, das ist die beste Möglichkeit, neue Ideen einzubringen", sagte Krusic. Erneuerung müsse von unten kommen, aus der Mitte unserer Mitgliedschaft, schreiben die Jusos zudem auf Instagram. 

Bei der Landtagswahl hatte die SPD starke Verluste hinnehmen müssen. Sie kam nach vorläufigem Endergebnis auf 5,5 Prozent der Stimmen und fuhr damit das schlechteste Wahlergebnis jemals im Südwesten ein. Landes- und Fraktionschef Andreas Stoch kündigte noch am Wahlabend den Rückzug von beiden Ämtern an.

dpa