Der gesperrte Trainer Julian Schuster vom SC Freiburg sieht den besonderen Umständen im badischen Bundesliga-Duell mit der TSG Hoffenheim gelassen entgegen. Wegen der vierten Gelben Karte beim 1:0-Sieg gegen Werder Bremen wird der Fußballlehrer am Spielfeldrand der Sinsheimer Arena von seinem Co-Trainer Lars Voßler vertreten.
Schuster erkennt darin aber kein besonders Problem. Es seien "gar nicht so viele Veränderungen, außer der Tatsache, dass ich während des Spiels nicht an der Linie stehen kann", sagte Schuster vor der Partie am Samstag (15.30 Uhr/Sky) bei den starken Hoffenheimern. Die Gastgeber sind als Tabellendritter auf Champions-League-Kurs.
Voßler hat schon Erfahrung als Interimschef
Auch wenn es für ihn eine ungewohnte Situation sei: Auch vor allen anderen Spielen, wenn er auf der Bank sitze, würden im Trainerteam Szenarien durchgesprochen und die Frage, wie man auf gewisse Spielverläufe reagieren könnte, erklärte Schuster. "Das sind Dinge, die wir jetzt nicht verändern oder anpassen müssen, sondern unsere gewohnten Abläufe."
In Voßler hat der 40-Jährige zudem einen Vertreter, der über sehr viel Erfahrung beim Sport-Club verfügt und diese besondere Situation als Interimschef bereits kennt. In der Saison 2018/19 vertrat er zweimal Christian Streich, als der damalige Coach unter Rückenproblemen litt. Und er tat dies - aus anderen Gründen - auch in der Spielzeit 2022/23 noch zwei weitere Male.
Manzambi, Kübler und Lienhart fehlen
In Hoffenheim möchten die Freiburger den Schwung vom Einzug ins Halbfinale des DFB-Pokals mitnehmen, das sie am Dienstag mit einem Sieg im Elfmeterschießen beim Zweitligisten Hertha BSC erreichten. Mit einem Erfolg in Sinsheim will der Tabellensiebte aus dem Breisgau sicherstellen, dass er den Anschluss an die internationalen Plätze nicht verliert.
Nicht mithelfen können Mittelfeldspieler Johan Manzambi wegen einer Rotsperre sowie die weiter noch angeschlagenen Verteidiger Lukas Kübler und Philipp Lienhart.
Freiburg hat lange nicht mehr bei Hoffenheim verloren
Auch wenn Schuster auf solche Statistiken nicht viel gibt: Gegen Hoffenheim ist Freiburg seit neun Pflichtspielen ungeschlagen und hat bei den Nordbadenern seit dem September 2018 nicht mehr verloren.
Dennoch warnte er vor dem Gegner: Die TSG sei "sehr eingespielt und klar, offensiv wie defensiv", sagte Schuster. Außerdem komme es gegen die körperlich robuste Elf von Trainer Christian Ilzer darauf an, die "engen Zweikämpfe für sich zu entscheiden". Dass Hoffenheim zuletzt mit 1:5 beim Rekordmeister FC Bayern unterging, wird die Freiburger nicht groß interessieren. Davor hatte die TSG fünf Bundesliga-Spiele in Serie gewonnen.