Vorstandschef Holger Sanwald und der 1. FC Heidenheim glauben dank der Ergebnisse der Konkurrenz weiter an den Klassenerhalt in der Fußball-Bundesliga. "Wir geben nicht auf", sagte Sanwald in einem "SWR"-Interview. "Das war ein sehr guter Tag."
Hätten der FC St. Pauli und der VfL Wolfsburg am Sonntag ihre Spiele gewonnen, wäre der Abstieg des FCH nach drei Jahren in der Bundesliga besiegelt gewesen. Doch die Hamburger unterlagen Mainz 05 (1:2) und Wolfsburg kam beim SC Freiburg nicht über ein 1:1 hinaus.
Dreikampf um den Relegationsrang?
Dadurch beträgt der Rückstand der Heidenheimer nur noch drei Zähler auf den Relegationsrang. Sie selbst hatten am Samstag beim 3:3 beim FC Bayern München eine noch größere Überraschung nur knapp verpasst - wegen eines Gegentors spät in der Nachspielzeit.
Am kommenden Wochenende könnten die Heidenheimer im besten Fall mit ihren beiden Konkurrenten nach Punkten gleichziehen. Dafür müssten Wolfsburg gegen den FC Bayern und der FC St. Pauli in Leipzig am Samstag bei ihren heftigen Aufgaben erwartbare Niederlagen einstecken und der FCH am Sonntag in Köln gewinnen. Die Heidenheimer solle man beim Kampf um den Relegationsrang nicht außer Acht lassen, erklärte Wölfe-Trainer Dieter Hecking. "Denen traue ich alles zu."
Verein sieht sich auch bei Abstieg gerüstet
"Es tat sehr weh, den Ausgleich zu bekommen", sagte Sanwald rückblickend zum Bayern-Auftritt. Dennoch sei der Punkt "ein ganz großer Schritt", um im Rennen um den Klassenerhalt zu bleiben. Auch Trainer Frank Schmidt sagte unmittelbar nach dem Spiel: "Schauen wir mal, was der Punkt am Ende noch wert ist."
Sollte die Rettung in der Bundesliga dennoch ausbleiben, sieht sich der Verein vorbereitet. "Dann werden wir in der 2. Bundesliga einen Neuaufbau machen und wieder angreifen", sagte Sanwald. "Aber solange es rechnerische Chancen gibt, geben wir alles dafür."