Trainer Heiko Vogel hat Spieler und Fans der SpVgg Greuther Fürth nach dem emotionalen Sieg seines Teams und dem Sprung auf den Relegationsplatz vor verfrühter Euphorie gewarnt. "Wir haben noch nichts erreicht", sagte der Coach im Hinblick auf den möglichen Klassenerhalt in der 2. Fußball-Bundesliga, den sich die Franken nun in zwei Relegationspartien gegen den Drittligisten Rot-Weiss Essen sichern können. "Wir haben uns Leben eingehaucht, aber jetzt nochmal zwei Endspiele."
Die Franken hatten am letzten Spieltag ein 3:0 über Fortuna Düsseldorf gefeiert und die Rheinländer damit in der Tabelle überholt. Als 16. müssen die Fürther nun in der Relegation gegen den Drittliga-Dritten aus dem Ruhrgebiet ran. Das Hinspiel steigt am Freitag in Essen, vier Tage danach folgt das entscheidende Rückspiel in Fürth.
"Brauchen eine geschlossene Mannschaftsleistung"
Der Erfolg über Düsseldorf nach einer ansonsten weitgehend miserablen Saison soll die Spielvereinigung noch einmal motivieren für die Zugabe gegen Essen. Der Plan: "Einfach nochmal das abrufen, was wir heute gezeigt haben", wie es Abwehrspieler Jan Elvedi formulierte. "Wir brauchen eine geschlossene Mannschaftsleistung, eine Willensleistung, Überzeugung, dass wir das packen."
Die Fürther können darauf hoffen, nach einer Spielzeit zum Vergessen doch noch mit einem blauen Auge davonzukommen. Gleichwohl droht dem Traditionsverein nach wie vor der Absturz in die Drittklassigkeit nach fast drei Jahrzehnten in der 2. und 1. Bundesliga.