Seltener Virus
Maus überträgt Krankheit – neuer Bornavirusfall in Bayern

Das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit warnt vor dem Kontakt mit Spitzmäusen. (Symbolbild) Foto: Nicolas Armer/
Das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit warnt vor dem Kontakt mit Spitzmäusen. (Symbolbild) Foto
© Nicolas Armer/dpa

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Der meist tödliche Bornavirus kommt deutschlandweit nur selten vor. Doch seit letzter Woche gibt es einen neuen Fall der gefährlichen Krankheit im Landkreis Regen.

Ein neuer Bornavirusfall ist in Viechtach (Landkreis Regen) festgestellt worden. Ein 79-jähriger Mensch habe sich infiziert und befinde sich derzeit in intensivmedizinischer Behandlung, teilte das Landratsamt Regen mit.

Der Bornavirus überträgt sich nicht von Mensch zu Mensch, sondern durch direkten oder indirekten Kontakt zu Feldspitzmäusen, beispielsweise über deren Ausscheidungen. Das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) warnt deshalb vor dem Kontakt mit Spitzmäusen. Wie die Übertragung bei dem Fall in Regen erfolgte, sei derzeit unklar.

Mehrere Infektionsfälle in Bayern

Die Krankheit sei selten, es gebe keine Impfung und meistens ende sie tödlich, so das Landratsamt weiter. Häufig erkranken die Infizierten an einer Gehirnentzündung. Deutschlandweit gibt es nur etwa zehn Infektionsfälle pro Jahr, einen Großteil davon in Bayern. In den vergangenen Monaten kam es in mehreren Regionen des Freistaats zu Infektionen.

dpa