Bilanz Über 100 Millionen in Brandenburger Denkmalpflege geflossen

Das Kloster Lehnin steht unter Denkmalschutz. (Archivbild) Foto: Monika Skolimowska/dpa-Zentralbild/dpa
Das Kloster Lehnin steht unter Denkmalschutz. (Archivbild) Foto
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Die Denkmalschützer in Brandenburg müssen sich um tausende Denkmäler kümmern. Das Land stellte im vergangenen Jahr dafür über 100 Millionen Euro zur Verfügung.

Mit etwa 106 Millionen Euro hat das Land im vergangenen Jahr den Denkmalschutz unterstützt. Mit den Mitteln des Kulturministeriums sowie des Infrastrukturministeriums sei in die Sicherung, Sanierung und Restaurierung von Denkmalen investiert worden, sagte eine Sprecherin des Infrastrukturministeriums in Potsdam. "Bei der Denkmalförderung geht es maßgeblich auch darum, historische Bausubstanz fit für die Zukunft zu machen", fügte Minister Detlef Tabbert (parteilos) an.

"Mehr als 14.000 Denkmale gibt es im Land Brandenburg. Sie alle prägen auf die eine oder andere Weise unsere kulturelle Identität und Geschichte – sie zu bewahren ist Aufgabe des Denkmalschutzes", erklärte Kulturministerin Manja Schüle (SPD).

In der Denkmalliste des Landes sind mehr als 14.000 Baudenkmale verzeichnet. Dazu kommen noch etwa 11.000 Bodendenkmale. Die ältesten Bodendenkmale in Brandenburg sind Feuersteinwerkzeuge aus der Zeit des Neandertalers vor rund 130.000 Jahren. Gefunden wurden sie im Braunkohletagebau bei Jänschwalde (Landkreis Spree-Neiße). Zu den jüngsten Bodendenkmalen gehört ein Fluchttunnel unter den DDR-Grenzanlagen von 1961 in Glienicke-Nordbahn (Landkreis Oberhavel). 

Die ältesten Baudenkmale stammen aus dem 12. Jahrhundert, wie etwa das Kloster in Lehnin (Landkreis Potsdam-Mittelmark) oder der Burgturm in Stolpe (Landkreis Uckermark).

dpa