Kriminalität Freund in Schweden ertränkt? Urteil wird erwartet

Nach dem Tod eines 71-Jährigen vor der schwedischen Küste kommt es im Prozess gegen seinen Segelpartner zu einem Urteil. (Foto A
Nach dem Tod eines 71-Jährigen vor der schwedischen Küste kommt es im Prozess gegen seinen Segelpartner zu einem Urteil. (Foto Archiv) Foto
© Björn Larsson Rosvall/TT News Agency/AP/dpa
Zwei langjährige Freunde nahmen an einer Segel-Regatta vor Norwegen teil. Auf dem Weg zurück nach Deutschland kommt es zu einem Streit. Dann treibt einer von ihnen im offenen Meer. War es Mord?

Auf der Rückkehr von einer Segelregatta geraten zwei Freunde in einen Streit. Einer der Männer stirbt vor der schwedischen Küste. Der andere wird des Mordes angeklagt. Nach rund sechsmonatigem Prozess um den Tod des 71-Jährigen will das Landgericht Berlin am Montag (15.30 Uhr) sein Urteil verkünden.

Die Staatsanwaltschaft hat eine lebenslange Freiheitsstrafe gegen den 66-jährigen Angeklagten wegen heimtückischen Mordes beantragt. Die Verteidiger plädierten auf Freispruch. Es habe sich um einen "dramatisch gescheiterten Rettungsversuch" gehandelt, so die Anwälte. 

71-Jährigen unter Wasser gedrückt?

Laut Anklage soll der 66-jährige Rentner seinen langjährigen Freund und Segelpartner im August 2024 nach wechselseitigen Handgreiflichkeiten ertränkt haben. Von hinten soll er sich schwimmend dem 71-jährigen Rechtsanwalt genähert und ihn schließlich unter Wasser gedrückt haben. Zuvor sei es auf dem Trimaran zu einem Streit gekommen.

Die Staatsanwaltschaft stützt sich in ihrer Anklage auf Videoaufnahmen von Teilen des Geschehens im offenen Meer, die zufällig aus einem Flugzeug der schwedischen Küstenwache aus etwa 1.000 Metern Höhe heraus gefertigt wurden. Der Angeklagte wurde kurz nach dem Tod des 71-Jährigen in Schweden festgenommen. Seit November 2024 befindet er sich in Berlin in Untersuchungshaft.

dpa

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