Weil Zeugen von Schüssen im Volkspark Hasenheide berichten, rückt die Polizei am Nachmittage mit einem größeren Aufgebot an. Ein Hubschrauber und Hunde sind im Einsatz. Nach knapp drei rund Stunden ist die Suche mit rund 50 Polizistinnen und Polizisten beendet – ohne Ergebnisse, wie es hieß.
"Es konnten weder mögliche Verletzte noch Tatverdächtige festgestellt werden", teilte die Polizei auf der Plattform X mit. Zuvor hatten noch Beamte mit Spürhunden den Park in Neukölln abgesucht.
Nach den Angaben hatten Zeugen gegen 14.30 Uhr im Volkspark Hasenheide Schüsse gemeldet. Die Polizei rückte aus und prüfte, nach eigenen Angaben, ob eine Gefahrenlage im Park vorlag. Der angrenzende Columbiadamm wurde in beide Fahrtrichtungen gesperrt, wie die Polizei mitteilte. Menschen vor Ort wurden befragt.
Nach knapp drei Stunden wurde die Strecke wieder frei gegeben. Die Ermittlungen zu dem Vorfall übernimmt die örtlich zuständige Polizeidirektion 5, wie es hieß.
Vermehrt Schüsse
In den vergangenen Monaten gibt es vermehrt Schüsse auf den Straßen Berlins. Erst in der Nacht zum Sonntag wurde ein Mann in Schöneberg angeschossen und im Unterkörper getroffen. Der 38-Jährige kam ins Krankenhaus, Lebensgefahr bestand laut Polizei nicht. Der oder die Täter sollen nach dem Angriff mit einem Auto geflüchtet sein. Die Polizei fahndet nach ihnen, zunächst ohne Erfolg.
Die Tat reiht sich ein in zahlreiche ähnliche Taten mit Schüssen auf Menschen im kriminellen Milieu mit Leicht- und Schwerverletzten. Oft handelt es sich laut Polizei um Erpressungen von Geschäftsleuten sowie Revierkämpfe und Auseinandersetzungen in der organisierten Kriminalität.
Wegen der Entwicklung wurde bei der Polizei die Sondereinheit des Landeskriminalamtes (LKA) "Ferrum" (lateinisch, übersetzt: "Eisen") eingerichtet. Die Berliner Staatsanwaltschaft zog mit der neuen Ermittlungsgruppe "Telum" nach. Durch Razzien in Bars und an Treffpunkten soll die organisierte Kriminalität unter Druck gesetzt werden.