Im Rahmen eines Pilotprojekts sollen Touristen und Berliner, die freiwillig an einer Aktion zum Schutz der Berliner Gewässer teilnehmen, für ihr Engagement belohnt werden. Zwischen dem 14. Mai und dem 14. Juni läuft in Berlin ein entsprechendes Pilotprojekt mit dem Namen Berlin Pay, an dem sich 40 Unternehmen beteiligen.
Das Strandbad Plötzensee etwa bietet Menschen, die vor Ort Pflanzen gießen oder mobilitätseingeschränkten Menschen am See helfen, ein Freiticket für den nächsten Besuch. Im Hotel Oderberger in Prenzlauer Berg werden Engagierte zum kostenlosen Nachtschwimmen im hauseigenen Pool eingeladen, wenn sie zuvor an einer geführten Tour über das richtige Verhalten am Wasser informieren. Interessierte müssen sich für die Aktionen vorher anmelden. Eine Übersicht über alle Projekte gibt es auf der Website der Tourismus-Gesellschaft Visit Berlin, die das Projekt koordiniert. Finanzielle Unterstützung gibt es von der Wirtschaftsverwaltung.
Giffey: "Wir wollen nicht die BSR ersetzen"
Ziel des Projekts ist es, verantwortungsvolles Verhalten zu belohnen. Es gehe darum, Menschen zu mehr Teilhabe, Sauberkeit und Engagement für ihre Stadt zu bewegen, sagte Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey bei der Vorstellung des Projekts. "Sowohl die Berlinerinnen und Berliner als auch die Gäste der Stadt", betonte die SPD-Politikerin. Gleichzeitig sei klar, dass eine einmonatige Beteiligung von Bürgern und Touristen nicht dazu dienen könne, aus Berlin eine saubere Stadt zu zaubern, sagte Giffey. "Wir wollen nicht die BSR ersetzen."
Wenn das Projekt gut ankommt, planen die Organisatoren, es den Sommer über weiter laufen zu lassen und im Idealfall dauerhaft anzubieten.
Parallel zu Berlin Pay geht eine Online-Karte von Berlin an den Start, die eine Übersicht über schöne Orte am Wasser zeigt. Mit dabei sind Badestellen, Restaurants oder Bootsverleihe.