Sondereinheit „Ferrum“
Großrazzia in Berlin: Polizei will Schusswaffen aus dem Verkehr ziehen

Berlin: Polizeiautos
Rund 20 Objekte in Berlin sollen bei der Großrazzia durchsucht worden sein
© Jens Kalaene / DPA

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Die Berliner Polizei geht mit großangelegten Durchsuchungen gegen illegale Schusswaffen und das Organisierte Verbrechen vor. Der Einsatz sei monatelang vorbereitet worden.

Mit einer umfangreichen Razzia geht die Berliner Polizei gegen organisierte Kriminalität und die Verbreitung von Schusswaffen vor. Zahlreiche Polizisten durchsuchen seit dem frühen Morgen Wohnungen und andere Räume in verschiedenen Stadtteilen, unter anderem in Neukölln und Kreuzberg. Genauere Informationen sollten im Laufe des Tages bekanntgegeben werden, sagte ein Polizeisprecher. 

Nach einem Bericht der Zeitung „B.Z.“ sind mehrere Hundert Polizisten im Einsatz, um die rund 20 Objekte zu durchsuchen. Darunter sollen auch mehrere Spezialeinsatzkommandos (SEK) sein. 

Gewerkschaft der Polizei: Einsatz in Berlin war intensiv vorbereitet

Wegen der verbreiteten Gewaltkriminalität in Berlin mit zahlreichen Schießereien seit mehr als einem Jahr gründete das Landeskriminalamt (LKA) im November 2025 eigens die Sondereinheit „Ferrum“ („Eisen“). Auch die Staatsanwaltschaft setzte eine extra Ermittlungsgruppe „Telum“ („Waffe“) ein. 

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) betonte, der Einsatz sei in den vergangenen Monaten intensiv vorbereitet worden. Die Polizei arbeite stark daran, die Welle an Schießereien auf den Straßen einzudämmen und gegen kriminelle Strukturen vorzugehen. Zugleich müsse sie aber mehr Möglichkeiten erhalten, effektiv Handys von Verdächtigen abzuhören, Daten zu speichern und mit moderner Software auszuwerten.

DPA
pgo

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