Linken-Chef Jan van Aken verurteilt den Anschlag von mutmaßlichen Linksextremisten auf das Berliner Stromnetz. "Diese Aktion ist total Panne, da ist sich die gesamte Linkspartei einig, dass das nicht richtig ist", sagte van Aken in Berlin. "Da sitzen jetzt Tausende Menschen allein im Dunkeln in ihren Wohnungen und frieren. Für mich ist linke Politik eine, die an der Seite der Menschen steht."
Van Aken zeigte sich zugleich verwundert, dass ein Kabelbrand ausreiche, so viele Menschen von der Stromversorgung abzuschneiden. Der Katastrophenschutz sei zusammengespart worden. Zudem verstehe er nicht, dass die Behörden nicht an den Türen aller Betroffenen einmal geklopft hätten, um zu sehen, ob alles in Ordnung sei. Lautsprecheransagen der Polizei allein reichten nicht, sagte er.
Nach dem Brandanschlag an einer Kabelbrücke, zu dem sich eine linksextremistische Gruppierung bekannte, waren am Samstagmorgen im Südwesten Berlins zunächst 45.000 Haushalte und 2.200 Unternehmen ohne Strom. Für die meisten von ihnen hält die Notlage an.