In den norddeutschen Bundesländern Schleswig-Holstein, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern sind im vorigen Jahr D-Mark-Altbestände im Gegenwert von rund 1,6 Millionen Euro eingetauscht worden. Nach Angaben der Bundesbank gab es knapp 7.700 Einreichungen über den summarischen Wert von 3,2 Millionen D-Mark. 2024 waren es knapp 4 Millionen D-Mark beziehungsweise rund 2 Millionen Euro.
Bundesweit tauschte die Bundesbank knapp 53,1 Millionen D-Mark im Gegenwert von gut 27 Millionen Euro um. Ein Jahr zuvor waren rund 53,2 Millionen D-Mark in den Filialen der Bundesbank zurückgegeben worden, im Jahr 2023 waren es gut 58 Millionen D-Mark. "Vermutlich ist ein gewisser Nachholeffekt nun vorbei, der die Zahlen in den Jahren nach der Pandemie nach oben getrieben hat", erklärte Bundesbank-Vorstand Burkhard Balz.
D-Mark-Bestände im Milliardenwert nicht zurückgegeben
Die Bundesbank geht davon aus, dass ein Teil der alten Scheine und Münzen nie mehr auftauchen wird - entweder, weil Sammler sich Bestände gesichert haben, oder weil Fans der einst als starken Währung geschätzten D-Mark Scheine und Münzen ins Ausland geschafft haben.
So sind auch 24 Jahre nach Einführung des Euro-Bargelds zum Jahreswechsel 2001/2002 mehr als 162 Millionen D-Mark-Scheine und über 23 Milliarden D-Mark-Münzen nicht zurückgegeben. Gesamtwert: gut 12,1 Milliarden D-Mark (etwa 6,2 Mrd Euro). Etwas mehr als die Hälfte der Ende Dezember 2025 noch ausstehenden Summe machen Münzen aus (6,52 Milliarden D-Mark), beim Rest handelt es sich um Banknoten (5,61 Milliarden D-Mark).
Wer noch alte Scheine oder Münzen findet, kann diese kostenlos und zeitlich unbegrenzt bei allen 31 Filialen der Bundesbank oder per Postweg über die Bundesbank-Filiale in Mainz zum Umtausch einreichen. Der Wechselkurs wurde mit Euro-Einführung festgeschrieben: Für 1,95583 D-Mark bekommt man einen Euro.