Gestrandeter Wal
Minister Backhaus dankt Helfern des Buckelwals

Für Backhaus scheint die Aktion bereits geglückt - dabei steht ein entscheidender Teil noch bevor. Foto: Jens Büttner/dpa
Für Backhaus scheint die Aktion bereits geglückt - dabei steht ein entscheidender Teil noch bevor. Foto
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Der Buckelwal vor Poel wurde in seine Transport-Barge gelotst. Umweltminister Backhaus lobt die Helfer und hebt ihre persönlichen Opfer hervor. Doch die Aktion ist noch nicht vorbei.

Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) hat allen Beteiligten der Bergung des vor Poel gestrandeten Wals gratuliert. "Viele Menschen haben hier vor Poel in den letzten Tagen und Wochen mit viel Herzblut und unter persönlichen Opfern mitgewirkt, um dem Wal zu helfen", sagte der SPD-Politiker. Das könne gar nicht hoch genug bewerten werden.

Der in der Ostsee gestrandete Buckelwal war zuvor in dem für seinen Transport vorgesehenen Lastkahn angekommen. Das Tier bewegte sich durch eine zuvor ausgebaggerte Rinne in die sogenannte Barge, nachdem Helfer ihn zuvor mit Gurten in diese Richtung gezogen hatten, wie auf Livestreams zu sehen war. Die Barge ist eine Art transportables Schwimmbecken, in dem normalerweise Schiffe transportiert werden. Darauf soll der Wal nun auf einer mehrtägigen Reise Richtung Nordsee transportiert werden. 

Backhaus sieht Fall für die Geschichtsbücher

Die Männer und Frauen der DLRG hätten ihren Urlaub geopfert, um die Arbeiten auf und im Wasser abzusichern, sagte Backhaus. Hinzu komme die Arbeit der freiwilligen Feuerwehr Kirchdorf und die Polizei. Besonders dankte er auch der privaten Initiative zur Rettung des Wals. "Dies war eine Gemeinschaftsleistung, die sicher in die Geschichte des Landes eingehen wird."

Kritisch zeigte er sich über die sozialen Medien. "Fakenews, Schmähungen, Drohungen bis hin zur Androhung von Gewalt – von allem war etwas dabei." Es sei bedauerlich, dass die Vernünftigen, die es ja im Internet auch gebe, so wenig laut seien.

Ein entscheidender Teil der Aktion steht jedoch noch bevor: Der Wal soll nun in einem mehrtägigen Transport gen Nordsee gefahren werden. Fachleute warnen vor der Stressbelastung für das eingepferchte Tier.

dpa