Die SG Flensburg-Handewitt hat ihren Platz in der Spitzengruppe der Handball-Bundesliga gefestigt. Gegen den Aufsteiger GWD Minden feierten der überragende Johannes Golla und sein Team einen 35:31 (22:16)-Heimsieg. Nationalmannschaftskapitän Golla erzielte neun Treffer aus neun Versuchen. Für Minden war Mats Korte bei acht Würfen achtmal erfolgreich.
Die Gastgeber gingen ohne den erkrankten Niclas Kirkelökke und den angeschlagenen Simon Pytlick in das Spiel. Der abwanderungswillige Pytlick, der spätestens im Sommer 2027 zu den Füchsen Berlin wechseln wird, war auch in der Halbzeit ein Thema. "Er hat seine Meinung, und wir haben unsere Meinung", sagte der Sportliche Leiter der SG, Ljubomir Vranjes, beim Streamingdienst Dyn. Pytlick hatte zuvor im dänischen Fernsehen von einem Vertrauensverlust in die Flensburger Führung gesprochen.
Minden fehlen Durchschlagskraft und spielerische Mittel
Auf dem Feld hatten die Norddeutschen nur wenige Probleme mit den Ostwestfalen. Über 6:3 (9. Minute) und 9:4 (12.) zogen die Gastgeber auf 12:6 (15.) davon. "Wir schlafen hinten", mahnte GWD-Trainer Aaron Ziercke mehr Disziplin in der Abwehr seines Teams an.
Minden fehlten vor allem die spielerischen Mittel und die Durchschlagskraft im Angriff, um ernsthaft in Schlagdistanz zu kommen und die SG zu gefährden. Die Gastgeber schalteten mehrere Gänge zurück. So kam GWD schlussendlich noch zu einem erträglichen Ergebnis.