Jahresbilanz Drei Hamburger wurden 2025 zu Lottomillionären

Drei Lottospieler sind im vergangenen Jahr in Hamburg zu Millionären geworden. (Symbolbild) Foto: Inga Kjer/dpa
Drei Lottospieler sind im vergangenen Jahr in Hamburg zu Millionären geworden. (Symbolbild) Foto
© Inga Kjer/dpa
Kleiner Einsatz, riesiger Gewinn: Dieser Traum ist im vergangenen Jahr für drei Hamburger wahr geworden. Den größten Gewinn hat jedoch die Hansestadt als Eigentümerin der Lottogesellschaft gemacht.

Die Hamburger haben im vergangenen Jahr 175,5 Millionen Euro für Lotto, Lose und Wetten ausgegeben. Das waren rund vier Prozent weniger als im Vorjahr, als Lotto Hamburg 182,8 Millionen Euro einnahm. Im Jahr 2025 habe es besonders beim Eurojackpot deutlich weniger ausgeprägte Hoch-Jackpotphasen als 2024 gegeben, erklärte die städtische Lotto Hamburg GmbH. Da die Jackpothöhe starken Einfluss auf die Spielbeteiligung habe, hätten die beiden großen Lotterien geringere Spieleinsätze verzeichnet. 

"Lotto 6aus49" mit 73,1 Mio. Euro Einnahmen und "Eurojackpot" mit 57,5 Mio. Euro seien weiter die beliebtesten Lotterien. Ein gutes Jackpot-Jahr hatte den Angaben zufolge auch die Umweltlotterie "Bingo!" (4 Mio. Euro). Ebenfalls erfreulich sei die Entwicklung bei den Rubbellosen, hieß es. Diese sogenannten Sofortlotterien nahmen mit 10,3 Millionen Euro gut zehn Prozent mehr ein. 

Knapp 70 Millionen Euro Gewinne zahlte Lotto Hamburg an die Tipper aus. 25 Lottospieler konnten sich über einen Gewinn von mindestens 100.000 Euro freuen. Bei "Lotto 6aus49" gab es zwei Millionengewinne, einmal im März rund 1,3 Millionen und einmal im August 3,2 Millionen Euro. Ein Lottospieler gewann im Dezember bei der Zusatzlotterie Spiel 77 fast 5,5 Millionen Euro. 

Quittung für Millionengewinn im Handschuhfach vergessen 

Quasi doppeltes Glück hatte ein Spielteilnehmer, auf dessen Tipp bereits im Mai 2024 im "Spiel77" rund 2,5 Millionen Euro entfallen waren. Der Mann aus dem Bezirk Wandsbek habe sich erst nach zwölf Monaten in der Lotto-Zentrale in der City Nord gemeldet, nachdem er die wertvolle Quittung beim Aufräumen im Handschuhfach seines Autos gefunden hatte, hieß es. Da der Schein anonym gespielt wurde, sei eine Benachrichtigung nicht möglich gewesen, sagte eine Sprecherin der Lottogesellschaft. Auf Plakaten in den Annahmestellen war der Hochgewinner gebeten worden, sich zu melden. Der Spieler habe die Aufrufe sogar gesehen, aber nicht geahnt, dass er der Gewinner war. Ein Lottogewinn verfällt erst nach drei Jahren. 

Von den Einnahmen von Lotto Hamburg gingen im vergangenen Jahr gut 55 Millionen Euro als Konzessionsabgabe und Lotteriesteuer in den Hamburger Haushalt sowie an Vereine und Projekte in den Bereichen Sport und Denkmalschutz sowie Umwelt- und Katastrophenschutz. 

In der Zentrale der Lottogesellschaft arbeiten rund 100 Beschäftigte. Weitere 2.000 Mitarbeiter kümmern sich in den etwa 380 Lotto-Annahmestellen um die Glücksspiele.

dpa

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