Tat in Westerland
Barber-Shop-Schüsse: Verdächtige kommen vor Haftrichter

Nach den Schüssen auf einen Barber-Shop auf Sylt kommen zwei Tatverdächtige vor einen Haftrichter. Foto: Lea Albert/dpa
Nach den Schüssen auf einen Barber-Shop auf Sylt kommen zwei Tatverdächtige vor einen Haftrichter. Foto
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Nach den Schüssen auf einen Barber-Shop auf Sylt stehen zwei Tatverdächtige vor dem Haftrichter. Die Polizei ermittelt wegen versuchten Totschlags und Beihilfe. Was ist der Hintergrund des Falls?

Nach den Schüssen auf einen Barber-Shop auf der Insel Sylt sollen die beiden Tatverdächtigen im Laufe des Tages einem Haftrichter am Amtsgericht Niebüll vorgeführt werden. Nach einem 15-Jährigen beantragte die Staatsanwaltschaft Flensburg auch gegen den zweiten Beschuldigten den Erlass eines Untersuchungshaftbefehls, wie die Polizei berichtete. Der 23-Jährige war nach dem Vorfall auf der Nordseeinsel ebenfalls festgenommen worden.

Gegen den 15-Jährigen wird wegen Verdachts des versuchten Totschlags sowie wegen Verstößen gegen das Waffengesetz ermittelt. Die intensiv geführten kriminalpolizeilichen Ermittlungen hätten nunmehr auch gegen den zweiten Beschuldigten den dringenden Verdacht der Beihilfe zum versuchten Totschlag erhärtet, wie die Polizei berichtete. Ihm wird zur Last gelegt, mit dem 15-Jährigen nach Sylt gefahren zu sein und dort dessen Tatausführung zumindest gefördert zu haben.

Drei Schüsse

Am Mittwochmittag waren in einer Einkaufsstraße mitten in Westerland auf Sylt mindestens drei Schüsse auf einen Barber-Shop abgegeben worden. Verletzt wurde bei dem Vorfall nach Polizeiangaben niemand. Der Jugendliche steht unter dringendem Verdacht, die Schüsse abgegeben zu haben. Er wurde danach am Bahnhof von Einsatzkräften aufgegriffen. Der 23-Jährige, der eine scharfe Schusswaffe bei sich trug, war bereits zuvor festgenommen worden.

Die Hintergründe der Tat sind unklar. Die weitere Aufklärung der Gesamtumstände sei Gegenstand der Ermittlungen, teilte die Polizei mit. Weitere Angaben machte sie dazu nicht.

dpa