Viel Neuschnee und dazu starker Wind: Der Norden Deutschlands wird am Freitag mit Schneeverwehungen zu kämpfen haben. "Es kommt zusammen, dass wir markanten Schneefall haben und der Wind deutlich zunimmt", sagte Meteorologe David Menzel vom Deutschen Wetterdienst in Hamburg. Dabei seien in und um Hamburg sowie in Schleswig-Holstein stürmische Böen und an den Küsten Sturmböen. Der DWD hat deshalb eine amtliche Unwetterwarnung vor starken Schneeverwehungen herausgegeben. Sie gilt für die Region in und um Hamburg, den Norden Niedersachsens sowie den Süden und Westen Schleswig-Holsteins.
Einzeln seien weder der Neuschnee von 10 bis 15 Zentimetern noch das stürmische Wetter mit Böen von bis zu 70 Stundenkilometern im Norden ein Problem oder Grund für eine Unwetterwarnung. Aber das Zusammenspiel mache es schwierig, sagte Menzel weiter. "Das ist insofern ungünstig, weil es dauerhaft zu Schneeverwehungen kommen wird." Diese Wetterbedingungen und die anhaltenden Schneefälle werden im Norden Deutschlands am Freitag von etwa 6.00/7.00 Uhr an und für rund 24 Stunden erwartet.
DWD erwartet keinen Schneesturm
Ein Schneesturm werde indes nicht erwartet. Von einem Blizzard könne erst gesprochen werden, wenn im sogenannten Mittelwind Windstärken von bis zu 55 Stundenkilometern gemessen werden. Das entspricht auf der Beaufortskala der Windstärke 7. "Wir werden morgen eher die 5 bis 6 erreichen. Insofern ist es auch kein Schneesturm per Definition", sagte der Experte weiter.
Für heute ist zunächst das Schwierigste geschafft, so der Meteorologe weiter. "Im weiteren verlauf wird noch ein bisschen Schnee fallen und es kann sein, dass es am Nachmittag leicht weiter schneit. Am Abend wird es weniger." Am Vormittag hatte es in und um Hamburg etwa sechs Zentimeter Neuschnee gegeben.