Ein Jahr nach der Sperrung und späteren Sprengung der Zeller Brücke an der wichtigen Verkehrsader B45 in Südhessen ist heute mit dem Spatenstich der Neubau begonnen worden. Die neue Brücke in Bad König im Odenwald soll im Juni 2027 für den Verkehr freigegeben werden, teilte das hessische Verkehrsministerium mit. "Wir haben Planungsprozesse beschleunigt, Verfahren vereinfacht und gemeinsam Verantwortung übernommen", sagte Minister Kaweh Mansoori (SPD) über den schnellen Beginn des Neubaus.
Bei einer Prüfung Ende April 2025 waren Risse im Beton festgestellt worden. Die einsturzgefährdete Zeller Brücke, die über die Gleise der Odenwaldbahn und den Fluss Mümling hinwegführte, wurde daraufhin für den Straßen- und Bahnverkehr gesperrt. Ende Juli wurde das rund 116 Meter lange Bauwerk schließlich gesprengt. Der Bau soll rund elf Millionen Euro kosten und wird vollständig vom Bund gezahlt.